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63. Dortmunder 6-Tage-Rennen 
 
28.10. - 02.11.2004 

Westfalenhallen 1,2

Die Geschichte

Treffpunkt der Weltelite 
Dortmunder 6-Tage-Rennen   Außer Berlin kann keine andere deutsche Stadt auf eine so lange und erfolgreiche 6-Tage-Geschichte zurückblicken wie die Westfalen-Metropole. Das 1. Dortmunder 6-Tage-Rennen wurde schon 1926, also vor 75 Jahren, in der 1944 zerstörten alten Westfalenhalle ausgetragen. Die Fortsetzung folgte nach dem Wiederaufbau in der 1952 eröffneten heutigen Arena. In der Chronik der Dortmunder Six Days stehen so glanzvolle Namen wie Eddy Merckx, Bernard Hinault, Francesco Moser, Rudi Altig, Didi Thurau, Patrick Sercu, Danny Clark, Olaf Ludwig und Erik Zabel.

Dortmunder 6-Tage-Rennen - das heißt spannender Spitzensport, aber auch kurzweilige Unterhaltung mit Musik, Tanz und Show. Bei einer durchschnittlichen Veranstaltungsdauer von sieben Stunden bekommt der Besucher viel zu sehen und viel zu erleben.

"Dauerbrenner" 6-Tage-Rennen
Für die am 28. November 1925 eröffnete erste Westfalenhalle war der Radsport das Fundament des Veranstaltungskalenders. Das Programm des ersten Veranstaltungsjahres (1926) wies 37 Sporttermine auf, davon 20 im Radsport. Weitere deutsche 6-Tage-Rennen gab es damals nur in Berlin und Breslau. Aus Breslau kamen mit Fritz Knappe und Willy Rieger auch die Sieger des ersten Dortmunder Rennens, bei dem vom 4. bis 10. März 1926 genau 3.592,200 km zurückgelegt wurden. Der Radsport feierte einen grandiosen Publikumserfolg, mit großem Zulauf auch aus dem Ausland. Allein in Holland unterhielt die damalige Westfalenhalle A.G. 32 eigene Vorverkaufsstellen.

Zwangspause 1935 - 1951
Neun 6-Tage-Rennen erlebte die Arena am Rheinlanddamm zwischen 1926 und 1934, ehe diese "angloamerikanische Erfindung" von den Nationalsozialisten verboten wurde und die deutschen Rennfahrer, allen voran die Dortmunder Gustav Kilian , Heinz Vopel und Hans Pützfeld, nur noch in den USA auf Rundenjagd gingen. Was die Nazipropaganda nicht daran hinderte, die auf amerikanischen Bahnen errungenen Erfolge von Kilian und Co. als "Siege des deutschen Sports" auszuschlachten.

Beim Bombenangriff auf Dortmund in der Nacht zum 23. Mai 1944 wurde die alte Westfalenhalle total zerstört. Acht Jahre dauerte es, ehe am 2. Februar 1952 Bundespräsident Prof. Theodor Heuss die heutige Große Westfalenhalle eröffnen konnte. Kurz darauf, am 15. Februar, wurde auch die Tradition der Dortmunder 6-Tage-Rennen fortgesetzt. Viele Lokalmatadore der dreißiger Jahre, alle mittlerweile über 40, waren noch einmal am Start: Kilian, Vopel, Walter Lohmann aus Bochum und auch der 50jährige Karl Göbel, der 1929 als erster Dortmunder an der Seite des Italieners Alfredo Dinale 6-Tage-Sieger geworden war. Was dem viel berühmteren Gustav Kilian (insgesamt 34 Siege) vor heimischer Kulisse nie gelang.

Das Publikum, in der Nachkriegszeit ausgehungert nach Abwechslung und Unterhaltung, strömte so zahlreich, dass noch im selben Jahr, im Oktober 1952, in der Westfalenhalle das nächste 6-Tage-Rennen veranstaltet wurde. In den Fünfzigern erlebten die Six Days einen regelrechten Boom, obwohl erst 1959 ein deutscher Fahrer - der Berliner Klaus Bugdahl mit Belgiens Straßen-Weltmeister Rik van Steenbergen - als Sieger geehrt werden konnte.

Die Publikumslieblinge
Doch auch der "Dauerbrenner" 6-Tage-Rennen blieb von Konjunkturschwankungen nicht verschont. In die Pflege der Traditionsveranstaltung mussten die Verantwortlichen im Laufe der Zeit sehr viel Innovationskraft stecken. Sie passten das sportliche Angebot immer wieder den aktuellen Publikumswünschen an, wie sie auch bestrebt waren, die gestiegenen Ansprüche an das Ambiente und die Gastronomie zu erfüllen.   Abhängig war die Erfolgskurve stets auch von der Mitwirkung besonders beliebter Fahrer. In den sechziger Jahren feierten die Radsportfans Rudi Altig (Mannheim/Köln), der vor allem durch seinen Erfolg bei der Straßen-Weltmeisterschaft 1966 populär geworden war. Ende der siebziger Jahre löste der Frankfurter "Didi" Thurau nach seiner Triumphfahrt bei der "Tour de France" Besucherrekorde aus. 1979 musste in der "Goldenen Nacht" von Samstag auf Sonntag die Westfalenhalle wegen Überfüllung geschlossen werden.

Aber auch ausländische Stars wie der legendäre Belgier Eddy Merckx, sein Landsmann Patrick Sercu, mit 88 Siegen (davon acht in Dortmund) der unangefochtene 6-Tage-Kaiser, der italienische Stundenweltrekordler Francesco Moser oder der in Dortmund außerordentlich geschätzte Australier Danny Clark trugen immer wieder zum hohen Stellenwert des Radsport-Klassikers bei. An ihm versuchte sich 1978 auch Frankreichs fünfmaliger "Tour de France"-Sieger Bernard Hinault, der jedoch mit der Entschuldigung, so schwer habe er sich das Dortmunder 6-Tage-Rennen nicht vorgestellt, vorzeitig aufgab.



Termine

Westfalenhallen Dortmund



Live-Mitschnitte
Udo Jürgens, Shahrukh Khan, Chris De Burgh, Peter Maffay, Westernhagen, Iron Maiden - Nur einige Namen der Künstler, die die einzigartige Atmosphäre der Großen Westfalenhalle festgehalten haben.