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Was Sie erwartet Our beloved men in black are back. Interpol haben wie keine andere Band der letzten Dekade von Anbeginn die Schwermut zum State of the Art erklärt und sind mit ihren bis dato drei Alben zu umschwärmten Lieblingen des Alternative Rock aufgestiegen. Ihr viertes Album, schlicht „Interpol“ benannt, markiert jedoch eine Zäsur in der Architektur der Band aus New York. Paul Banks (Gesang, Gitarre), Daniel Kessler (Gitarre) und Sam Fogarino (Schlagzeug) müssen in Zukunft ohne Carlos Dengler (Bass, Keyboards) auskommen, der zwar das neue Album noch mit aufgenommen hat, die Band aber im Frühjahr dieses Jahres verließ. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum man bei dem neuen Album das Gefühl hat, dass die den Songs innewohnende Melancholie so ungeheuer authentisch wirkt und förmlich greifbar ist. Der Verlust von Carlos D., dessen dandyhaftes Auftreten der Band zusätzlichen Charme verlieh, wiegt schwer, zumal Interpol ihre demokratische Arbeitsweise immer betont haben und der Bassist auch mit seinen Keyboards den Bandsound entscheidend mitgeprägt hat. „Interpol“, das Album, mit dem die Band auch ihre Rückkehr zum New Yorker Label Matador markiert (in Europa übernimmt Cooperative Music), ist aber nicht nur so etwas wie das musikalische Vermächtnis von Carlos D., es trägt insbesondere auch die Handschrift von Produzent Alan Moulder (Nine Inch Nails, Smashing Pumpkins).
Bereits „Turn On The Bright Lights“, ihr Debütalbum aus dem Jahr 2002, hatte bei Kritikern in Europa und den USA ein schweres Erdbeben der Euphorie ausgelöst. Dabei setzten Interpol von Anbeginn an nicht auf Rock’n’Roll, sondern auf die Stilmerkmale des Post-Punk und präsentierten sich in ihren dunklen Anzügen konsequent mit einer gewissen kühlen Noblesse. Daniel Kessler hatte die Band Ende der 1990er ins Leben gerufen. Der gebürtige Engländer studierte in New York Französisch, Film und Literatur, sammelte einige Erfahrungen im Musikbusiness und lernte den ebenfalls in England geborenen Literaturstudenten Paul Banks bei einem Studienaufenthalt in Paris kennen. Zu den beiden Literaten gesellte sich mit Carlos Dengler, der Philosophie studiert hatte, noch ein weiterer Geisteswissenschaftler. Sam Fogarino, der schon von Jugend an Schlagzeug spielte und Musik in Fort Lauderdale studiert hatte, stieß als ältester Bandmusiker im Jahr 2000 zu Interpol.
Nach ihrem umjubelten Debütalbum folgte im Jahr 2004 das Album „Antics“, das den Ruf von Interpol als eine der einflussreichsten ergo besten Bands ihrer Zeit noch verstärkte. In etlichen Jahrespolls landete das Werk ganz weit vorne. Für die Kritiker der Spex war „Antics“, das mit „Slow Hands“, „Evil“ und „C’mere“ sogar einige Chart-Hits in Großbritannien erzielte, das beste Album des Jahres. Der nächste Schritt zum Major-Label Capitol wurde bisweilen als künstlerischer Aderlass betrachtet, doch ihrer eigentlichen Linie blieben Interpol auch auf „Our Love To Admire“ absolut treu. Es gibt nicht wenige Fans, die gerade den prächtig pathetischen Opener „Pioneer To The Falls“ für eines ihrer Meisterstücke halten. Sowohl in den USA als auch in Großbritannien schafften es Interpol mit „Our Love To Admire“ in die Top 5 der Charts.
Was Interpol natürlich auch stark macht, sind ihre Shows, in denen Coolness zum theatralischen Element wird, in denen eine perfekte Lightshow zum perfekten Sound geboten wird. Für die bereits laufende Tournee haben Interpol zwei Musiker verpflichtet, den Bassisten David Pajo, der in so unterschiedlichen Bands wie Slint und Tortoise spielte und zuletzt mit den Yeah Yeah Yeahs tourte, sowie Keyboarder Brandon Curtis, der mit Secret Machines und School of Seven Bells ebenfalls über erstklassige Referenzen verfügt. Bei den jüngsten Konzerten überzeugten Interpol mit diesem Line-up auf ganzer Linie. Sam Fogarino kann sich dem nur anschließen: „Der Chef von Matador hat mir gesagt, nachdem er uns jüngst live gesehen hat, ihr seid schlicht und einfach eine verdammt großartige Rockband.“
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Ende ca. 22:30 Uhr
Veranstalter Konzertbüro Schoneberg GmbH
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