Rund 28.000 Fachbesucher auf der ELEKTROTECHNIK 2007
  • Position als wichtigste regionale Fachmesse behauptet
  • Zukunftsaussichten der Elektrobranche stehen gut

Zufriedene Aussteller und Besucher, die Qualität der Fachmesse weiter verbessert und ein klares Bekenntnis der Branche zum Standort Dortmund, so die Bilanz der ELEKTROTECHNIK 2007, die vom 29. August bis 1. September in der Messe Westfalenhallen Dortmund stattfand. „Mit einer Steigerung von einem knappen Prozent konnte die Besucherzahl gegenüber 2005 sogar übertroffen werden. Die ELEKTROTECHNIK hat wieder einmal ihre Position als wichtigste regionale Fachmesse ihrer Branche behauptet“, so Stefan Baumann, Geschäftsführer der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH. 412 Aussteller und 15 zusätzlich vertretene Unternehmen präsentierten in Dortmund innovative, Erfolg versprechende Techniken und Zukunftsstrategien im Bereich der Elektrotechnik und Industrieelektronik.

Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand, besuchte die ELEKTROTECHNIK am Donnerstag, dem 30. August 2007. Am Stand des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnische Handwerke Nordrhein-Westfalen betonte Schauerte die wirtschaftliche Bedeutung von Fachmessen wie der ELEKTROTECHNIK: "International wie national werden regionale Fachmessen vom Mittelstand gewünscht, da sie den meisten Ertrag bringen."

"Viel Fachpublikum aus einem großen Einzugsgebiet"

Die ELEKTROTECHNIK ist deutschlandweit die führende regionale Fachmesse für die Elektrotechnik- und Industrie-Elektronik-Branche. Das wissen auch Branchen-Größen wie die Siemens-AG zu schätzen: "Die ELEKTROTECHNIK 2007 ist für uns sehr gut gelaufen. Wir hatten viel Fachpublikum aus einem großen Einzugsgebiet hier am Stand, auch aus dem Rheinland und aus Norddeutschland. Sicher sind mehrere Tausend Menschen auf unseren Stand gekommen, und 150 tiefer gehende Kontakte pro Tag haben wir erfasst. Das Fazit 2007 ist so positiv, dass wir über eine Standvergrößerung bei der nächsten Durchführung nachdenken", fasst Thorsten Michaelis, Leiter Marketing für die Geschäftseinheit Automation & Drives, Region Ruhr, zusammen.

Die Aussteller treffen in Dortmund auf ein ausgewiesenes und qualitativ hochwertiges Fachpublikum. Nach der Besucherbefragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut waren 97,5 Prozent nach eigenen Angaben Fachbesucher. Zudem gaben 72,9 Prozent der Fachbesucher an, ausschlaggebend, mitentscheidend oder beratend an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen in ihrem Unternehmen beteiligt zu sein.

Die Besucher reisten aus weiten Teilen Nordrhein-Westfalens zur ELEKTROTECHNIK an. Größere Besuchergruppen kamen aus zahlreichen angrenzenden Bundesländern, etwa aus Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen. 27 Prozent der Besucher legte 50 bis 100 Kilometer Anreise für den Besuch der ELEKTROTECHNIK 2007 zurück, 23,1 Prozent fuhren 100 bis 300 Kilometer weit, und 3,3 Prozent der Fachbesucher kamen immerhin aus mehr als 300 Kilometer Entfernung.

Zu den gefragtesten Ausstellungsbereichen auf der ELEKTROTECHNIK 2007 gehörten Elektroinstallationstechnik, Beleuchtungstechnik, Gebäudetechnik und Automatisierungstechnik. Das Angebotsspektrum der ELEKTROTECHNIK bewerteten die Fachbesucher im Schnitt mit gut. Für 90,8 Prozent hat sich der Besuch der ELEKTROTECHNIK 2007 nach eigenen Angaben insgesamt gelohnt.

Strukturierung des Angebotssspektrums von Besuchern und Ausstellern positiv bewertet

Nachdem man bereits 2005 das Angebotsspektrum nach Themen strukturiert hatte, wurde das Konzept in diesem Jahr weiter optimiert. Mit der Platzierung des Elektrofachgroßhandels in Halle 6 und der Konzentration auf die Eingänge "Messe-Forum" und "Messe West" wurde eine gleichmäßigere Frequentierung der Hallenbereiche durch die Fachbesucher erreicht. 44,2 Prozent der Besucher bewerteten die ELEKTROTECHNIK 2007 besser als 2005, weitere 42,5 Prozent fanden sie gleich gut. Mit der Angebotsstrukturierung zeigten sich 40,7 Prozent zufrieden, weitere 36,4 Prozent bewerteten sie mit gut und 7,1 Prozent sogar mit sehr gut. Auch bei den Ausstellern kam das modifizierte Hallenkonzept gut an. Über 80 Prozent fanden die neue Aufteilung gut bis sehr gut.

Nahezu neun von zehn Ausstellern hat es nach eigenen Angaben gut bis sehr gut auf der ELEKTROTECHNIK 2007 gefallen. 82,5 Prozent sahen ihre Erwartungen, mit denen sie zur Fachmesse gekommen sind, ganz oder teilweise erfüllt. Der prozentuale Anteil derjenigen, die ihre Erwartungen 2007 übertroffen sahen, hat sich gegenüber 2005 um 50 Prozent erhöht. Um 42 Prozent gesunken ist dagegen der prozentuale Anteil derjenigen, die ihre Erwartungen 2005 nicht erfüllt sahen.

Gute Zukunftsperspektiven für die Branche

Nicht zuletzt aufgrund der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung der Technik und der neuen Energieeinsparverordnung sind die Zukunftsaussichten der Elektrobranche gut. Diese positive Entwicklung bestätigt auch ein Großteil der befragten Besucher. 73,5 Prozent der Fachbesucher sehen in der zukünftigen Entwicklung der Branche eine leicht bis stark steigende Tendenz. Weitere 19 Prozent schätzen sie als gleichbleibend ein.

Diese Einschätzung teilt auch Bernard Karczewski, Handlungsbevollmächtigter Vertriebsleiter bei der Miebach GmbH aus Dortmund: „Die Zeichen der Zeit stehen günstig. Gerade im Energie-Erzeugungs- und im Energie–Verteilungsbereich herrscht Licht am Ende des Tunnels. Das bietet den Lieferanten Planungssicherheit.“ Prokurist Jürgen Klee ergänzt: „Wir haben viele interessante Gespräche auf der ELEKTROTECHNIK geführt.“ Miebach ist schon seit vielen Jahren auf der ELEKTROTECHNIK vertreten. In diesem Jahr nutzten sie die Gelegenheit, ihre Kunden zum 100jährigen Jubiläum des Unternehmens auf die Messe einzuladen. Im Jahr 1907 wurde das Dortmunder Unternehmen gegründet.

Thema Energiesparen überall präsent

Das Thema Energiesparen war überall auf der ELEKTROTECHNIK präsent. Die Sonderschau „Jugend spart Energie“ bot den Fachbesuchern interessant und anschaulich dargebotene Informationen zu Themen wie der neuen Energieeinsparverordnung, dem Energieausweis, Wärmepumpen, verschiedenen Integralsystemen für Lüftung, Heizung und Warmwasser und zur Gebäudesystemtechnik. Teams von jungen Vertretern des Berufsstandes aus Betrieben des Elektrotechniker-Handwerks sammelten auf der Fachmesse wichtige Beratungs-Erfahrungen.

Am Stand der Firma Sonepar begleitete Jens Brieden, Produktleiter EHS bei Sonepar, die Sonderschau zum Thema „Ohne Strom läuft nichts“. Die Idee der Jugend-Sonderschau stieß bei ihm auf offene Ohren: „Der Elektrotechniker muss an das Gebiet der Erneuerbaren Energien herangeführt werden. Und sobald man ein solches Thema selbständig präsentiert, wird man es viel besser verinnerlichen“, so Brieden. Die Auszubildenden an seinem Stand erklärten den Fachbesuchern unter anderem die Funktion und Anwendung einer Wärmepumpe. Steffen Brüggel, Auszubildender bei Elektro Hegener in Bestwig, fand die Erfahrung auf der Messe sehr interessant und ist überzeugt, dass er viele Erfahrungen in seinen Berufsalltag einbringen kann: „Man lernt Gespräche zu führen, bekommt viele Informationen, kann den Kunden zu diesen Themen besser beraten und tritt viel sicherer auf.“

Für das Elektrohandwerk ist die ELEKTROTECHNIK eine zentrale Plattform, um direkt mit den Hersteller in Kontakt zu treten und unentbehrliche Informations- und Entscheidungsgrundlagen für die komplexe Technik zu erhalten: „Das Handwerk erwartet von uns Argumentationshilfen für seine Kundenkontakte“, bestätigt Hans-Jürgen Nowak, Leiter Vermarktung Elektro und Ersatzteile der Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG. Das Unternehmen stellte auf der ELEKTROTECHNIK unter anderem Produkte wie Wärmepumpen und Fotovoltaik-Anlagen vor und bekennt sich klar zum Standort: „Die ELEKTROTECHNIK ist eine wichtige Messe für die Region und auch deutschlandweit eine maßgebliche Fachmesse. Für uns war die Teilnahme überhaupt keine Frage. Der Standort Dortmund erschließt ein Riesen-Potenzial hier im Ruhrgebiet“, so Nowak.

Ein Potenzial, von dem auch Aussteller wie die Fluke Deutschland GmbH profitieren. Das Unternehmen stellt seit über 10 Jahren auf der ELEKTROTECHNIK aus: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der ELEKTROTECHNIK. Die Qualität der Besucher war sehr gut. Die ELEKTROTECHNIK ist eine wichtige Messe für uns. Ihr entscheidender Vorteil liegt in der Regionalität und in der Nähe zu den Niederlanden“, sagt Marcel Vermeij, Regional Marketing Manager Germany.

"Die Stimmung war überall positiv"

Ein durchweg positives Fazit zieht auch der Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW, ideeller Träger der Fachmesse: „Die Stimmung war überall positiv. Auch die Mitglieder des Fachmesse-Beirats sind sehr zufrieden mit der diesjährigen ELEKTROTECHNIK“, fasst Fachverbands-Vorsitzender Lothar Hellmann zusammen. Die Ziele für 2009 sind gesetzt: „Wir werden den Bereich der Beleuchtungstechnik kontinuierlich ausbauen. Begleitend dazu wird der Dortmunder Lichttag eine dauerhafte Einrichtung auf der ELEKTROTECHNIK werden, die wir langfristig aufbauen. Aber wir überlegen, ihn zukünftig direkt in die Messehallen zu integrieren“, konstatiert Hellmann.

Die Erweiterung des Bereichs Beleuchtungstechnik begrüßen auch namhafte Markakteure wie Philips: „Die ELEKTROTECHNIK ist die stärkste regionale Fachmesse, das sollten die wichtigsten Hersteller, insbesondere die der Lichtbranche, erkennen. Die Messe wird vom Fachpublikum sehr gut angenommen, wir haben gute Gespräche geführt. Unsere wichtigsten Kunden waren hier“, sagt Uwe Rosenbaum, Regionalleiter West bei der Philips GmbH. Das wichtigste Thema war auch hier Energiesparen. Als Produktneuheit präsentierte das Unternehmen auf der ELEKTROTECHNIK unter anderem die erste Energie sparende Leuchtstoffröhre.

Erstmals wurde auf der ELEKTROTECHNIK der „Deutsche Elektrotechnik Marketingpreis“ von der Zeitschrift „de“ vergeben. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die sich erfolgreich einen Markt erschlossen haben oder mit einem innovativen Weiterbildungskonzept Engpässe beim Fachpersonal vermeiden konnten. Diesjähriger Träger des Elektrotechnik-Marketingpreises ist die Firma Schröder Elektrotechnik aus Rellingen (Schleswig-Holstein). Daneben überzeugten die Elektro Eisert GmbH aus Essen (NRW) und die EAB – G. Sandow GmbH aus Dessau (Sachsen-Anhalt) die Jury mit ihren außergewöhnlichen Marketingideen.

Acht von zehn Ausstellern hatten sich zum Zeitpunkt der Befragung bereits dazu entschlossen, bei der ELEKTROTECHNIK 2009 bestimmt oder sehr wahrscheinlich dabei zu sein. Davon wollen sich 78 Prozent in gleichem Umfang beteiligen. Weitere 11,6 Prozent möchten die Standfläche vergrößern. Lediglich 0,5 Prozent der Aussteller schlossen ihre Teilnahme ausdrücklich aus.

Auch die Besucher haben nach eigenen Angaben mehrheitlich vor, die ELEKTROTECHNIK 2009 wieder zu besuchen. Nahezu sieben von zehn Fachbesuchern schätzten ihre Bereitschaft, die nächste ELEKTROTECHNIK im Jahr 2009 wieder besuchen zu wollen mit hoch bis sehr hoch ein.

Die ELEKTROTECHNIK 2009 findet vom 2. bis 5. September statt.