Nachhaltig "gestylt" von Kopf bis Fuß
FA!R2010 liefert Anregungen zu naturnaher und fairer Kosmetik

Die Naturkosmetikbranche erlebt in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Mit einem Umsatzplus von 7 Prozent in 2009 ist sie das Wachstumssegment im Kosmetikmarkt. Gesundheitliche und auch ethische Faktoren spielen eine wichtige Rolle dabei, dass immer mehr Konsumenten zu naturnahen Kosmetikprodukten greifen. Aber aus welchen Rohstoffen und Zusätzen wird Naturkosmetik denn eigentlich hergestellt und unter welchen Bedingungen wird produziert? Diese und andere wichtige Informationen sowie zahlreiche Anregungen und Produkte aus dem Bereich natürliche und faire Kosmetik erhalten Besucher auf der Messe FA!R2010, die vom 23. bis 25. September zum ersten Mal in der Messe Westfalenhallen Dortmund stattfindet.

Nicht zuletzt, weil einige chemische Zusatzstoffe in Kosmetika in den letzten Jahren in Verruf geraten sind, gesundheitsschädlich zu sein, beziehungsweise Allergien auszulösen, schauen die Verbraucher immer häufiger aufs Etikett und greifen vermehrt zu Naturkosmetik. Auch ethische Faktoren wie der erklärte Verzicht auf Tierversuche oder eine Produktion unter fairen Bedingungen bewegen viele Verbraucher dazu, von konventionellen auf alternative Kosmetikprodukte umzuschwenken. Aber auch bei diesen Naturprodukten erwartet der Verbraucher eine klare Transparenz hinsichtlich der Produktion. Aufgrund der vielen verschiedenen Zertifizierungen ist es jedoch manchmal nicht einfach, den Überblick zu behalten. Die Messe FA!R2010 in Dortmund bietet eine gute Gelegenheit, sich direkt bei verschiedenen Herstellern über die Inhaltsstoffe und Produktionsbedingungen von Naturkosmetik auszutauschen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich bei diversen auf der Messe vertretenen Organisationen wie Transfair, der Verbraucherzentrale NRW oder dem Eine Welt Netz NRW über die verschiedenen Siegel und Zertifizierungen im Bereich Bio und Fairer Handel zu informieren.

Naturkosmetik aus dem "Färbergarten"

Des Weiteren wird es im Rahmenprogramm der Messe interessante Beiträge zu diesem Thema geben. Im "Kosmetik- und Färberpavillon" beispielsweise erhalten die Besucher theoretische und praktische Anregungen zu natürlicher Kosmetik. Sie können zusehen, wie aus natürlichen Farbpigmenten pflanzlicher oder mineralischer Art und zum Teil fair gehandelten Rohstoffen, wie zum Beispiel Ölen und Fetten, ein fertiges Kosmetikprodukt entsteht, das ganz ohne Chemie auskommt. "Wir werden auf der FA!R2010 die weltweit erste "Fairtrade decorative kosmetik line" vorstellen. Die Farben kommen alle aus Mpumalanga, der Partnerprovinz von Nordrhein-Westfalen und bei den übrigen Rohstoffen wie Fetten und Ölen greifen wir auf Fairtrade zertifizierte Produkte von der Gepa zurück", verrät Peter Reichenbach, Initiator des Projektes "Sevengardens", für welches der Essener Künstler schon mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt im März 2010 von der UNESCO. Unter anderem installierte Reichenbach 2006 im Ruhrgebiet - auch an der Zeche Zollverein - sieben Kunst-Gärten als "Sozial-Skulpturen". Diese "seven european gardens" sind Teil von Ruhr.2010. Sein mittlerweile weltweites Projekt soll das informelle Lernen für eine globale Welt mit der Eigenverantwortung und Entwicklungsmöglichkeit des Einzelnen verknüpfen. Die so genannten "Färbergärten" sollen nicht nur für ökologische Prozesse sensibilisieren und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sorgen, sondern einen zusätzlichen wirtschaftlichen Nutzen haben. Denn die Färberflanzen liefern wichtige natürliche Rohstoffe für Kosmetik und Textilien. Mit den natürlichen Farbpigmenten können auch Textilien gefärbt werden. Speziell dieses Thema dürfte von großem Interesse vor allem für Hersteller von Naturtextilien sein.

Professionelles Styling mit Naturkosmetik

Die natürliche Kosmetik findet ihre Anwendung auch in professionellen Kosmetikbereichen. Die Akademie und Agentur faceit bedient sich bereits seit einiger Zeit der nachhaltigen Kosmetik von "Sevengardens". Auf der FA!R2010 werden die Make-up-Profis von faceit die Models für die Modenschau mit den "Mpumalanga-Farben" ins rechte Licht rücken. Das Essener Unternehmen ist ein Profi in Sachen Make-up und Styling, ob für Theater- und Fernsehproduktionen, Fotoshootings oder den Laufsteg. Durch die natürlich pflegenden Bestandteile und die Möglichkeit, das Make-up durch den flexiblen Einsatz der Farbpigmente gezielt auf den Hauttyp abzustimmen, stellt die Naturkosmetik ein ideales Produkt für das professionelle Styling dar. Agenturgründerin Ute Märker ist bereits seit vielen Jahren als Stylistin und Visagistin unter anderem für zahlreiche Fernsehproduktionen tätig. Seit einigen Jahren ist sie auch vor der Kamera in der ZDF-Produktion "Volle Kanne" als Stylistin aktiv. Ihre Agentur in Essen verfügt über einen großen Pool an Visagisten, Maskenbildnern und Make-up-Artists. Innerhalb der hauseigenen Akademie wird außerdem der Nachwuchs professionell geschult. Denn die wachsende Zahl an Film- und Foto- und Werbe-Produktionen bedingt auch eine erhöhte Nachfrage an Profis für das Styling der jeweiligen Kandidaten. Innerhalb der Akademie-Ausbildung wird bereits die erste Grundlage für das Arbeiten mit natürlichem Make-up gelegt. Der Künstler Peter Reichenbach kommt persönlich für einen Lehrgang vorbei und zeigt dem Nachwuchs, wie man die Naturkosmetik herstellt.

Naturkosmetik aus Fairem Handel

Neben diesen ausführlichen Informationen und Anregungen im Rahmenprogramm der Messe FA!R2010 hat auch das Angebotsspektrum der Aussteller Interessantes aus dem Segment Naturkosmetik zu bieten, zum Beispiel von der "EZA Fairer Handel GmbH" aus Österreich. Seit über 30 Jahren setzt sich die größte Fair Trade Importorganisation für einen gerechteren Nord-Süd Handel ein und hat unter anderem kontrollierte Naturkosmetik in ihrem Sortiment. Auch die "Damian-Team Eine Welt Versand GmbH" ist mit Kosmetikprodukten aus Fairem Handel auf der Messe vertreten. Das Unternehmen ist gemeinnützig organisiert, so werden mit dem gesamten Reinerlös medizinische und soziale Projekte der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. unterstützt. Regenwaldprodukte aus nachhaltiger Nutzung und fairem Handel bietet der "Regenwaldladen" und eine faire Körperpflegeserie mit Ölen, gewonnen aus den Nüssen des afrikanischen Marulabaumes, zeigt das Unternehmen "GAFPRO". Die im April 2009 gegründete Firma hat es sich zum Ziel gesetzt, förderungswürdigen Projekten aus Afrika eine Handelsplattform in Deutschland und Österreich zu bieten.

Dies nur als kleiner Vorgeschmack auf das Angebotsspektrum der FA!R2010. Die Messe wird das gesamte Produktspektrum des Fairen Handels abbilden und viele nützliche Informationen für Fachleute und Endverbraucher liefern. Hersteller, Importeure, Händler und Lizenznehmer aus Deutschland und dem Ausland präsentieren faire Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Textilien und Blumen. Mit zahlreichen Aktionsflächen wie Modenschauen, Multivisionsshows, Produktseminaren, Kochvorführungen und Kosmetikkursen wird die FA!R2010 Impulse setzen und dabei alle Sinne der Besucher ansprechen. Schwerpunkt wird der Bereich Textilien sein. Darüber hinaus wird es im Rahmen der Messe eine Fachtagung zu den aktuellen Entwicklungen im Fairen Handel mit Diskussionen und Workshops geben.

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Fakten zur FA!R2010

Die FA!R2010, Messe und Fachtagung zum Fairen Handel, findet vom 23. bis 25. September in der Messe Westfalenhallen Dortmund statt. Sie ist am Messedonnerstag, von 10 bis 18 Uhr, ausschließlich für Fachbesucher, am Messefreitag von 10 bis 18 und am Messesamstag, von 10 bis 17 Uhr, auch für Endverbraucher geöffnet.

Veranstalter der FA!R2010 ist die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH und ideeller Träger der Verein „Eine Welt Netz NRW“. Förderer sind die Staatskanzlei und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die InWEnt – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH aus Mitteln des BMZ und Ziel2.NRW. Partner der FA!R2010 sind der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland und die Stadt Dortmund.

Besucherzielgruppe von Messe und Fachtagung sind all diejenigen, die sich für fair gehandelte Produkte interessieren und sich über Zukunftstrends im Fairen Handel informieren möchten; das betrifft Fachleute wie Einkäufer für den Fach- und Einzelhandel, die Gastronomie und Institutionen ebenso wie Endverbraucher.

Weitere Informationen unter www.fair2010.de.

Medien-Information 111/ 2010 - 24. August 2010
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