Dortmund (AWe) – Die INTERMODELLBAU hat sich in diesem Jahr besonders als Dorado für aktive Modellbauer und -sportler erwiesen. Deren Anteil an den Besuchern nahm im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. „Wir haben also unsere Kernzielgruppe, die im Fokus des Ausstellerin-teresses steht, sehr erfolgreich mobilisiert“, freut sich Stefan Baumann, Geschäftsführer der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH. Insgesamt kamen vom 22. bis 26. April rund 87.000 Besucher zur INTERMODELLBAU 2009.
„Damit verzeichnet unsere Messe einen Besucherrückgang von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so Baumann, „den wir einem Mix von verschiedenen Ursachen zuschreiben.“ Die allseits beschworene Wirtschaftskrise habe offensichtlich einige jener Besucher fernbleiben lassen, die „nur mal gucken“ wollen. Zudem hätten vielleicht auch die Absage der hobbytronic (fand im Vorjahr noch zeitgleich zur INTERMODELLBAU statt) und das ausnehmend schöne Frühlingswetter weitere Prozentpunkte im Hinblick auf die Besucherzahl gekostet.
„Für die Bilanz der INTERMODELLBAU aus Kundensicht ist das aber nicht wirklich wesentlich“, erklärt Baumann. „Besucher wie Aussteller waren zufrieden.“ In der Tat äußerten sich zahlreiche Geschäftsführer von ausstellenden Unternehmen positiv (siehe unten). Kein Wunder, hatten die Besucher doch mit durchschnittlich 313 Euro pro Kopf mehr Geld ausgegeben als 2008 (306 Euro). 87,7 Prozent der Besucher haben auf der INTERMODELLBAU 2009 etwas gekauft oder bestellt. Somit wurden auf der Messe fast 24 Millionen Euro umgesetzt. Dies ist das Ergebnis der Besucherbefragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut.
Die Besucher waren mit ihrem Messebesuch zufrieden. Fast 94 Prozent gaben an, es habe sich gelohnt, zur INTERMODELLBAU 2009 gekommen zu sein. 79,6 Prozent der Besucher (Vorjahr: 75,8) sind aktive Modellbauer und -sportler.
Exklusive Kundenkontakte für Aussteller
Erfreulich auch, dass die INTERMODELLBAU ihren Rekord-Auslandsanteil des Jubiläumsjahres 2008 halten konnte. 2009 kam wieder fast jeder fünfte Besucher aus dem Ausland. Sehr starke Besuchergruppen kamen aus den Niederlanden, aus Belgien, Großbritannien und Frankreich. Es waren aber auch Besucher aus den USA, aus Australien, Israel, Thailand und Neuseeland auf der Messe. 16,3 Prozent der Besucher legten für die Anreise zur INTERMODELLBAU 2009 über 300 Kilometer zurück, 33,9 Prozent fuhren 100 bis 300 Kilometer weit, und 19,8 Prozent reisten aus 50 bis 100 Kilometern Entfernung an.
Rund die Hälfte der Besucher erreichen die Aussteller übrigens ausschließlich in Dortmund. So hoch nämlich ist der Prozentsatz derjenigen INTERMODELLBAU-Besucher, die keine andere Messe vergleichbarer Thematik besuchen. „Somit bieten wir den Ausstellern über 40.000 Kundenkontakte, die sie nirgends sonst haben können“, freut sich Stefan Baumann.
Neuerungen wirkten sich aus
Die beliebtesten Angebotsbereiche auf der INTERMODELLBAU 2009 waren: Eisenbahnen, Flugzeuge und Hubschrauber, Autos und Minicars sowie Schiffe. Die Besucher vergaben für die Qualität des Angebotsspektrums die Schulnote „gut“.
„Die Nachfrage nach Flugzeugen und Hubschraubern hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verstärkt“, analysiert Stefan Baumann. „Wir führen das auf unsere Neuerungen im Bereich des Flugmodellsports zurück, die vermehrt Flugmodellsportler angezogen haben.“ Die INTERMODELLBAU verfügte in diesem Jahr erstmals über eine Aktionsbühne, auf der Profi-Informationen für Flugmodell-Freunde vermittelt wurden. Der Indoor-Flugbereich war in die Halle 3B umgezogen und deutlich vergrößert worden. Und erstmals überhaupt belegte die Messe am 23. April auch ein Freiflugareal im benachbarten Stadion Rote Erde. Die Veränderungen sorgten bereits während der laufenden Messe für positive Kommentare in einschlägigen Internet-Foren. Im Rahmen der Besucherbefragung erhielten die Indoor-Vorführungen der Slow Flyer und Hubschrauber die besten Noten überhaupt.
Nachwuchsförderung
Die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH hat sich in diesem Jahr besonders dafür stark gemacht, dass Modellbau und Modellsport auch junge Menschen begeistert. Mehr als ein Dutzend Schulklassen inklusive Lehrer erhielten freien Eintritt zur INTERMODELLBAU. Das Gleiche gilt für sozial benachteiligte Kinder, die vom Verein komm-kids-com aus der Dortmunder Nordstadt betreut werden. Kinder und Jugendliche sind heute im Schnitt mehr als 20 Stunden pro Woche im Internet, besagen internationale Studien. „Als Gegengewicht dazu möchten wir Pädagogen dabei unterstützen, ihre Schülerinnen und Schüler zum Erwerb manueller Fertigkeiten anzuleiten“, erklärt Stefan Baumann. Die Aktion soll auch in den Folgejahren fortgeführt werden.
Ausblick auf 2010
Die Bereitschaft der Besucher, die Ausstellung auch im kommenden Jahr zu besuchen, ist erneut sehr hoch. Für einen Besuch der Intermodellbau 2010 sprachen sich bereits jetzt 90,8 Prozent der Besucher aus.
Auf Ausstellerseite gaben über 80 Prozent der Unternehmen an, 2010 bestimmt oder sehr wahrscheinlich wieder dabei zu sein. Lediglich zwei von 100 Ausstellern wollte die erneute Teilnahme ausdrücklich ausschließen. Der Rest hatte sich zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht entschieden.
Die nächste INTERMODELLBAU findet vom 14. bis 18. April 2010 in der Messe Westfalenhallen Dortmund statt.
INTERMODELLBAU 2009 –
so urteilten die Aussteller
Michael Brockmann vom Vertrieb der Simprop electronic Walter Claas GmbH & Co. KG:
„Die INTERMODELLBAU hatte in diesem Jahr eine sehr gute fachliche Qualität. Die neue Aktionsbühne und die Outdoor-Flüge im Stadion gefallen mir. An unserem Stand haben sich 2009 sehr preiswerte und sehr teure Artikel gut verkauft, also mit Preisen unter 100 und über 400 Euro. Ich habe eine vergleichsweise hohe Kaufbereitschaft bei den ausländischen Besuchern registriert. Es waren viele Niederländer, Belgier und Franzosen hier.“
Eberhard Dörr, Geschäftsführer der robbe Modellsport GmbH & Co. KG:
„Das modifizierte Konzept im Flugbereich ist absolut der richtige Weg für die INTERMODELLBAU. Speziell das Outdoor-Flugangebot kam sehr gut an. Flugmodelle muss man einfach sehen, um die Faszination des Hobbys zu verstehen, und draußen sind noch mehr Attraktionen möglich als in der Halle. Die Freiflug-Angebote sind geeignet, das fachliche Interesse der ‚Szene’ an der INTERMODELLBAU noch zu verstärken. Davon profitieren wir Aussteller. Die neue Aktionsbühne rundet das Angebot ab.“
Heinz-Bernd Einck, Geschäftsführer von EMC-Vega:
„Das neue Messekonzept für den Flugbereich – Aktionsbühne, größeres Indoor-Flugareal, Outdoor-Fliegen im Stadion – ist gut angekommen. Das zeigen auch die Kommentare in einschlägigen Internet-Fachforen. Die Vorträge auf der Aktionsbühne waren gut besucht, speziell vormittags waren alle Plätze besetzt. Die fachlich interessierten Besucher haben die Vorträge volle zwei Stunden aufmerksam verfolgt. Die Bühne ist sicher eine Investition in die Zukunft und ein Vorteil gegenüber anderen Messeplätzen.“
Mirjam Wallner, Marketing Managerin der Dickie-Schuco GmbH & Co. KG:
„Wir sind mit unserer Beteiligung an der INTERMODELLBAU 2009 zufrieden. Wir konnten eine gute Nachfrage verzeichnen, unser Stand war gut besucht.“
Stefan Rude, Marketing- und Vertriebsleiter bei der Gebr. FALLER GmbH
„Die INTERMODELLBAU ist für uns die wichtigste Endverbrauchermesse. Hier treffen wir genau unsere Zielgruppe. Und hier im Ruhrgebiet wohnen die meisten Modellbahner. Mit der Messebeteiligung in diesem Jahr sind wir wirklich zufrieden. Wir haben viel positive Resonanz der Besucher erlebt. Wir zeigen in Dortmund sämtliche Neuheiten des jeweiligen Jahres und bekommen sofort Kundenresonanz. Die Länge der Messe ist gut, ich möchte keinen Tag missen.“
Dr. Rainer Noch, Geschäftsführer der NOCH GmbH & Co. KG:
„Die INTERMODELLBAU 2009 war wieder eine sehr gelungene Veranstaltung mit einer guten Besucherzahl und einer guten Abdeckung unserer Kernzielgruppe. Gut gefallen hat mir auch die hochwertige Besucherführung in den Modellbahnhallen. Auf der INTERMODELLBAU wollen wir unsere Marke präsentieren, und das ist auch 2009 gelungen. Der Dortmunder Messetermin ist für uns gesetzt. Die INTERMODELLBAU ist eine der wichtigsten deutschen Endverbrauchermessen für uns.“
Knut R. Heilmann, Geschäftsführer der HORNBY Deutschland GmbH
„Da wir eine Tochter des weltweit größten Modellbahn-Anbieters in Großbritannien sind, gilt für uns das englische Geschäftsjahr. Somit bekomme ich meinen Jahresetat immer vergleichsweise spät und konnte mich nur extrem kurzfristig für die INTERMODELLBAU 2009 anmelden. Trotzdem lief alles einfach und unbürokratisch. Toll! Ich war bisher jedes Jahr mit unserer Messebeteiligung zufrieden, auch 2009. Die INTERMODELLBAU ist für uns die wichtigste Messe zur Neuheitenpräsentation nach der Spielwarenmesse in Nürnberg. Sie hat ein großes Einzugsgebiet. Wir hatten Niederländer, Belgier und Skandinavier am Stand. Allen Besuchern konnten wir auch eine neue Fertiggebäude-Reihe präsentieren, die noch gar nicht im Handel ist.“
Wieland Viessmann, Geschäftsführer der Viessmann Modellspielwaren GmbH:
„Trotz Wirtschaftskrise sind wir mit unserer Messebeteiligung zufrieden. Die INTERMODELLBAU ist einer der Messetermine, den ich nie auslassen würde – schließlich gehörten wir seinerzeit hier in Dortmund zu den Pionieren aus dem Modellbahn-Sektor. Trendthema in diesem Jahr war der Funktionsmodellbau, also bewegte Figuren für die Modellbahn. An den Wochentagen war das Fachpublikum hier. Viele Besucher kamen mit vorbereiteten Einkaufslisten an unseren Stand. Die Modellbauer kommen in die Halle 8 auch, um neue Anlagen zu sehen, und holen sich so Anregungen für den Einkauf. Die Gestaltung des Café Lokschuppen mitten in der Halle – mit der echten Straßenbahn von 1947 – hat mir 2009 sehr gut gefallen.“
Kersten Tams, Geschäftsführer der Tams Elektronik GmbH:
„Für uns ist es in diesem Jahr auf der INTERMODELLBAU gut gelaufen. Die Verkäufe liegen sogar über dem Vorjahr. Die INTERMODELLBAU ist für uns eine der ganz großen Messen, auf die wir auf jeden Fall kommen müssen. Wir brauchen an unserem Stand die eingefleischten Modell-bahner, die sich mit Technik beschäftigen, und die waren hier. Wir nutzen die Messe zur Kundenpflege. Außerdem erreichen wir hier auch viele Besucher aus den Niederlanden, wo es ja keine wirklich große Modellbahn-Ausstellung gibt.“

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