- Premiere begann mit 78 Ausstellern
- Heute ist die Inter-tabac Europas führende Tabak-Fachmesse
Am 19. und 20. August 1978 öffnete die Inter-tabac erstmals ihre Pforten in der Messe Westfalenhallen Dortmund. In diesem Jahr startet die Internationale Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf in Dortmund zum 30. Mal. Schon bei ihrer Premiere hatte die Inter-tabac mit 78 Ausstellern und 1750 Besuchern alle Erwartungen übertroffen, heute ist sie die europaweit führende Fachmesse ihrer Art und bricht jährlich alle Rekorde. Weder Tabaksteuererhöhungen noch Rauchverbote konnten den Erfolg der Inter-tabac trüben. 2007 stellte sie mit 233 Ausstellern aus 22 Ländern und 5.516 Fachbesuchern alle Vorjahre in den Schatten und erreichte zudem ihr bisher höchstes Niveau an Internationalität. Und der derzeit erreichte Rekord an vermieteter Fläche zeigt, dass die Inter-tabac noch längst nicht an ihrer Spitze angelangt ist. Eines ist klar: Wenn sich vom 19. bis 21. September der Vorhang für die Inter-tabac hebt, wird die Welt wieder zu Gast in Dortmund sein.
Gleich nach der ersten Auflage der Inter-tabac wurde deutlich, dass der ursprünglich angepeilte Turnus von zwei Jahren dem großen Interesse seitens der Branche nicht gerecht wurde. Er wurde deshalb ad acta gelegt und die Inter-tabac fand fortan jährlich in Dortmund statt. Mit einer Ausnahme: 1986 wurde die Inter-tabac einmal in Hannover durchgeführt.
Inter-tabac überholt deutsche Messekonkurrenz
Mit der Premiere der Fachmesse erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch des nordrhein-westfälischen Fachhandels, der bis dahin stets nach Nord- oder Süddeutschland hatte reisen müssen, um sich über neueste Trends und Produkte zu informieren. Schnell hatte Dortmund jedoch die deutsche Messekonkurrenz überholt. 78 Aussteller, 1750 Besucher, 4000 Quadratmeter Ausstellungsfläche – „damit“, so schrieb es die örtliche Presse, „hat die Ausstellungsleitung der Westfalenhalle gleich beim ersten Anlauf die Zahlen anderer Regionalausstellungen übertroffen.“ Kein Wunder also, dass sich die meisten Aussteller für eine Neuauflage im Folgejahr aussprachen.
Um sich für die zunehmenden Unwägbarkeiten im Tabakgeschäft zu rüsten, wurde schon 1982 die Dortmunder Tabak-Runde ins Leben gerufen. Das Image des blauen Dunstes sollte in der illustren Runde aus passionierten Rauchern, aber auch Nichtrauchern, aufpoliert werden. Persönlichkeiten der Region aus Politik, Handel und Gewerbe sprachen über die – für sie – schönste Nebensache der Welt ... Nein, es ist nicht die Rede vom Fußball, sondern vom genussvollen Rauchen. „Wir wollen Dortmund, die Stadt von Kohle, Stahl und Bier, um eine Einrichtung bereichern“, erläuterte Wilhelm von Recklinghausen, damaliger Landesvorsitzender des Einzelhandels und zudem Initiator der Inter-tabac. Und diese Bereicherung wurde zur Institution. Die Tabak-Runde gehörte fortan nicht nur zum guten Ton der Messe, sie war vielmehr eine wichtige und prominente Gelegenheit, die maßgeblichen Themen der Branche zu diskutieren und gemeinsam neue Wege einzuschlagen. Das Motto der zweiten Tabak-Runde von 1983 könnte dabei noch heute gelten: „Mit Rauchern lässt’s sich reden“, hieß es damals.
Das „Miteinander reden“ zeichnet die Inter-tabac schon seit der ersten Stunde aus: Sie ist nicht nur erfolgreiche Ordermesse, sondern gleichzeitig wichtiger Branchentreff. Gespräche mit Kollegen, die Pflege von bestehenden Kontakten und das Knüpfen neuer Kontakte stehen genauso im Mittelpunkt wie die Sitzungen unterschiedlicher Gremien. Beides stärkt den Zusammenhalt der Branchenakteure. Auf der Inter-tabac rückte die Branche – auch angesichts des stärker werdenden äußeren Drucks – immer weiter zusammen.
Inter-tabac bleibt krisensicher
Aufgrund politischer Eingriffe verbuchte die Tabakbranche in den letzten Jahrzehnten größere Umsatzeinbrüche. Die Tabakindustrie musste zahllose wirtschafts- und gesundheitspolitische Hürden überwinden. Außerdem stieg mit der EU-Osterweiterung der Handel mit geschmuggelten Zigaretten massiv. Leidtragender neben der Industrie war vor allem der Tabakwarenfachhandel, der mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen hatte. Viele Existenzen und Arbeitsplätze gingen verloren.
Ganz im Gegensatz zur Branche hat die Inter-tabac selbst nicht unter den zahlreichen Krisen gelitten. Im Gegenteil. Der Branchentreff in Dortmund hat sich über die Jahre zur größten internationalen Tabak-Fachmesse gemausert. Nach 1750 Besuchern zum Auftakt 1978 fanden schon fünf Jahre später erstmals 3000 Besucher den Weg nach Dortmund. Nach der Jahrtausendwende knackte die Inter-tabac die nächsten Schallmauern: Erst 4000, zuletzt sogar über 5000 Fachleute strömten in die Messe Westfalenhallen Dortmund. Parallel dazu kamen auch immer mehr Aussteller. Mitte der 1990er gab es erstmals über 100 Messestände zu begutachten. 2006 und 2007 stellten auch diese Marke in den Schatten. Zuletzt präsentierten 233 Aussteller ihre Artikel. Aber nicht nur die Zahl der Aussteller und Fachbesucher stieg, auch die Qualität der Messe steigerte sich von Jahr zu Jahr. 2005 zog die Inter-tabac in die Hallen 4 und 7 um, und der Tabak-Boulevard wurde als strukturierendes Element in das Gesamtkonzept integriert. Direkt am Boulevard siedelte man die maßgeblichen Aussteller für Tabak, Tabakfeinschnitt, Zigarren, Zigarillos und Pfeifen als Kern des Angebotsspektrums der Inter-tabac an. Das Konzept gefiel. Schon zwei Jahre später musste man erneut erweitern. Die wachsende Nachfrage hatte die bisherigen Hallenkapazitäten gesprengt. Seit 2007 findet die Fachmesse in den Hallen 4,7 und 8 statt. Herzstück der Inter-tabac bleibt der Tabak-Boulevard, der die Hallen verbindet und in die Inter-tabac-Lounge mündet. Hier trifft sich die Branche zum zwanglosen Austausch, um Kontakte zu pflegen und Geschäftsabschlüsse zu tätigen.
Weltpremieren auf der Inter-tabac
Die Inter-tabac ist der internationale Marktplatz der Tabakwarenbranche. Unternehmen aus aller Welt nutzen die Plattform, um ihre Neuheiten der Fachöffentlichkeit wirkungsvoll zu präsentieren. Zahlreiche Weltpremieren wurden auf der Messe gefeiert – vom Kautabak bis hin zur Nikotin-freien Zigarette, vom teuersten Humidor bis hin zur längsten Zigarre der Welt. Letztere zählt wohl zu den spektakulärsten Präsentationen auf der Inter-tabac. Gerollt auf Gran Canaria war das 3,80 Meter lange und 110 Kilogramm schwere Ungetüm aus 15000 Blättern auf der Inter-tabac 1982 erstmals in Deutschland zu bewundern.
Mit der Zeit wurde das Warenspektrum auf der Inter-tabac stetig breiter. Edle Brände und Weine, Geschenkartikel, Lederwaren, Delikatessen, Lotto/Toto sowie Zeitungen und Zeitschriften – der Ausstellungskatalog der Inter-tabac wurde immer vielfältiger. Denn für den Fachhandel war und ist die Inter-tabac stets auch ein Ideengeber für neue Sortimente, die den Umsatz ankurbeln könnten. Trotzdem blieb und bleibt sich die Messe treu: Kern der Inter-tabac sind die Tabakwarensortimente. Nebensortimente sollen auch in Zukunft nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Internationales Niveau steigt
Das internationale Niveau der Inter-tabac steigt von Jahr zu Jahr. Mittlerweile kommen über ein Drittel der Aussteller und rund 26 Prozent der Besucher aus dem Ausland – nicht nur aus Deutschlands Nachbarländern, sondern von überall her auf dem Globus. Sukzessive hat sich die Inter-tabac damit zu einer Messe von internationalem Format entwickelt. Aufgrund der starken internationalen Beteiligung wurde die Messe Westfalenhallen Dortmund für die Inter-tabac vor der Veranstaltung 2001 als Vollmitglied in die internationale Veranstalterorganisation Union des Foires Internationales (UFI) aufgenommen.
Inter-tabac zur Optimierung des Exportgeschäfts
Das zunehmende Interesse aus dem Ausland war bereits Mitte 1980er-Jahre deutlich spürbar: Schickten damals Hersteller aus Übersee noch ihre deutschen Vertreter in die Messe Westfalenhallen Dortmund, traten sie in den folgenden Jahren vermehrt selbst die lange Reise nach Dortmund an. Wie lohnenswert der Besuch in Westfalen für die Tabakindustrie aus dem Ausland ist, unterstrich Per Georg Jensen, International Product Specialist bei der Mac Baren Tobacco Company, Produzent von Pfeifentabaken und das größte familiengelenkte Unternehmen Dänemarks, im Jahr 2005: „Wir nehmen an der Inter-tabac zur Optimierung des Exports teil. Für uns hatte die Messe in Dortmund schon immer einen besonders hohen Stellenwert, da sehr viele unserer Exportkunden zum Beispiel aus Malaysia, Taiwan und dem gesamten Ostblock hierher kommen." 2008 wird auch die Altadis U.S.A. erstmals als Hauptaussteller an der Inter-tabac teilnehmen. „Die vollwertige Teilnahme des Zigarren-Branchenriesen wertet Europas führende Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf weiter auf“, freut sich Stefan Baumann, Geschäftsführer der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH.
„Swing Together“ – exklusives Abendevent
Die Vorbereitungen für die Inter-tabac 2008 laufen auf Hochtouren und man zeigt sich hinsichtlich des aktuellen Anmeldestandes sichtlich zufrieden: „Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt können wir einen Rekord an vermieteter Fläche vermelden. Darüber hinaus haben wir hinsichtlich der Hauptaussteller schon jetzt das Vorjahresergebnis erreicht und die hohe Nachfrage ausländischer Unternehmen lässt vermuten, dass wir das Rekord-Niveau an internationalen Ausstellern von 2007 in diesem Jahr übertreffen werden“, so Baumann. Gerade hat die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH das Konzept des diesjährigen Branchenabends verabschiedet. Anlässlich des runden Geburtstags wird Ausstellern und ihren Kunden mit dem „Swing Together“ am Messefreitag ein ganz exklusives Abendevent geboten. Die Party im Stil der Goldenen Zwanziger präsentiert Swingtänzer und –Musiker sowie Varietékünstler und stellt, passend zum Produktangebot der Inter-tabac, das Thema Genuss in den Mittelpunkt des Konzepts. Dafür verwandelt sich eine ganze Messehalle in ein „Grand Swing Café“, in dem die Gäste in entspannter Loungeatmosphäre das Programm genießen können.
Medien-Information 61 / 2008 - 4. Juli 2008
honorarfrei -Belegexemplar erbeten

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