Westdeutsche Mineralientage: hauchzarter Kristall – millionenschwer
  • Helmut Wolf zeigt handgeschliffene Kunstwerke aus Edelstein
  • Einzigartige Exponate aus der Schatzkammer Idar-Obersteins

Aus Edelsteinen wie Bergkristall, Rubin, Achat, Rosenquarz, Lapislazuli und Jade fertigt er hauchzarte Kunstobjekte von außergewöhnlicher Schönheit und Größe, die so einzigartig sind, dass sie bereits im Guinness-Buch der Rekorde stehen. Seine Werke kosten zwischen 1000 und 1,3 Millionen US-Dollar und sind unter anderem im Besitz von Queen Elisabeth II., Königin Silvia, Francois Mitterand und Ronald Reagan. Helmut Wolf ist „einmalig“, so sagt er selbst, denn niemand außer ihm beherrscht die Kunst, tonnenschwere Edelsteinbrocken in Gefäße dieser Größe und Feinheit zu verwandeln. Am 29. und 30. November 2008 können sich die Besucher der Westdeutschen Mineralientage selbst von dieser Einmaligkeit überzeugen, denn der Künstler ist mit einigen seiner Kunstwerke in der Messe Westfalenhallen Dortmund zu Gast.

Schwimmende Edelsteine

Die Westdeutschen Mineralientage 2009 präsentieren rund 200 Aussteller und Exponate aus der ganzen Welt. Eines der diesjährigen Highlights ist die Sonderschau Idar-Oberstein mit einer beeindruckenden Vielfalt roher und bearbeiteter Edelsteine, antiker Steinskulpturen und einigen originalgetreuen Nachbildungen von Kronen europäischer Königshäuser. In diesem Rahmen präsentiert sich auch der gebürtige Idar-Obersteiner Helmut Wolf mit seinen außergewöhnlichen Kristall-Schalen und -Vasen.

Der Beruf von Helmut Wolf – Gestalter für Edelsteingefäße und -Objekte – klingt wenig spektakulär, aber dahinter steht ein handwerkliches und künstlerisches Genie, das seinesgleichen sucht. Aus tonnenschweren Gesteinsbrocken fertigt der Künstler zarte, überdimensionale Gefäße. Die Wände einiger Kunstwerke sind so hauchdünn, dass sie sogar schwimmen können. Die Arbeitsgänge sind jedoch diffizil und aufwändig. An einer Vase, die so groß ist, dass ein Kind darin stehen könnte, arbeitete er drei Jahre lang und zwar unter Hochdruck. Denn nur eine kleine Unachtsamkeit hätte das Gefäß zerstören können: „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bergkristall während der Bearbeitung platzt, liegt bei 50 Prozent“, so Wolf. Mit der Vase bekam er 1998 den Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

Im Jahr stellt Wolf etwa 20 Gefäße her. Das Rohmaterial holt er aus den Minen Brasiliens, Indiens und Afrikas. Die Qualität des Gesteins erschließt sich immer erst während der Bearbeitung und die minutiöse Auseinandersetzung mit dem Edelstein ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Arbeit. Helmut Wolf versteht die „Sprache seiner Steine“, sonst wäre er nicht so weit gekommen. Zu seinen Kunden zählen Sammler aus der ganzen Welt. Die Preise für die Edelstein-Gefäße bewegen sich zwischen 1000 und 1,3 Millionen US-Dollar. Seine Arbeiten stehen in den Museen der Welt wie im Musée du Septennat im Château Chinon, dem Museum Gion Ishi in Tokio und Kyoto und im Museum von Illinois. Und nun auch auf den Westdeutschen Mineralientagen in Dortmund. Hier wird er neben einer Schale aus Jade und einer Vase aus Rubin auch ein massives Rosenquarz-Ei präsentieren.

Einzigartige Exponate aus der Schatzkammer Idar-Oberstein

Neben diesen seltenen Exponaten sind in der Sonderschau Idar-Oberstein neben einer Vielfalt roher und bearbeiteter Edelsteine und antiker Steinskulpturen außerdem die originalgetreuen Nachbildungen der Kronen europäischer Königshäuser zu sehen. Gezeigt werden unter anderem die Replikate der Krone der Romanoffs (Original im Kreml-Museum, Moskau), der Krone von Königin Elisabeth II. von England und der Preußischen Königskrone von 1861. Darüber hinaus wird die amtierende Deutsche Edelsteinkönigin die Messebesucher gemeinsam mit der Tourist-Information Idar-Oberstein über die malerische Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten rund um die Deutsche Edelsteinstraße informieren.

Besuch auf der „Wellness-Insel“

Überdies können die Besucher auf der „Wellness-Insel“ Wissenswertes über die „Heilkraft“ verschiedener Steine erfahren und natürlich ihre Wirkung selbst ausprobieren. Denn Edelsteine faszinieren nicht nur durch ihre Schönheit, man sagt Ihnen auch eine heilende Wirkung nach. Im alten China, Ägypten, bei den Griechen und im Römischen Reich schätzte man Edelsteine bereits als Glücksbringer und Heilmittel. Die Heilkunde besagt, dass sie vor allem über ihre individuelle Schwingungsenergie und die Energie ihrer Farben heilen können. Aber auch der kristalline Aufbau und die enthaltenen Spurenelemente und Mineralien sollen sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken. Der Verein Steinheilkunde e.V. ist mit vielen interessanten Informationen vor Ort.

Fachvorträge zur Geschichte der Edelsteine, zur Steinheilkunde und zu Achat-Fundstellen in Deutschland runden das Programm ab.

Kostenlose Edelstein-Bestimmung

Wie auch in den vergangenen Jahren können die Besucher wieder mitgebrachte und erworbene Edelsteine von Fachleuten vom Verband des Deutschen Mineralien- und Fossilienfachhandels e. V. (DMF) begutachten lassen. Außerdem sorgen die Experten durch gemeinsame Kontrollen mit der Messeleitung für die sachgerechte Auszeichnung der Exponate auf den Westdeutschen Mineralientagen.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Regulär: 8 Euro (Erwachsene)
                      Ermäßigt: 4,50 Euro (Jugendl., Schüler, Studenten, etc.)
                      Kinder (6-13 Jahre): 4 Euro
                      Nachmittagsticket (ab 15 Uhr): 4 Euro
                      Familienticket: (2 Erwachsene und 2 Kinder): 17,50 Euro


Medien-Information 137/ 2008 - 20.11.2008
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