Schatzkammer Idar-Oberstein
In der Sonderschau Idar-Oberstein wird eine beeindruckende Vielfalt roher und bearbeiteter Edelsteine, antike Steinskulpturen und einige originalgetreue Nachbildungen von Kronen europäischer Königshäuser gezeigt. Ausstellungsobjekte sind unter anderem die Replikate der Krone der Romanoffs (Original im Kreml-Museum, Moskau), der Krone von Königin Elisabeth II. von England und der Preußischen Königskrone von 1861. Außerdem ist die amtierende Deutsche Edelsteinkönigin auf den Westdeutschen Mineralientagen 2009 zu Gast und wird die Messebesucher gemeinsam mit der Tourist-Information Idar-Oberstein über die malerische Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten rund um die Deutsche Edelsteinstraße informieren.
Ein Hauch von Edelstein
Ein weiteres Original ist der gebürtige Idar-Obersteiner Helmut Wolf. Er ist von Beruf Gestalter für Edelsteingefäße und -Objekte und in seiner künstlerischen Fertigkeit einmalig. Aus tonnenschweren Gesteinsbrocken fertigt Wolf zarte, überdimensionale Gefäße wie Vasen und Schalen, die er an betuchte Sammler in der ganzen Welt und an Museen verkauft. Als Staatsgeschenke gingen seine Kunstwerke auch schon an Staatsoberhäupter wie Königin Silvia, Königin Elisabeth II, Francois Mitterand oder Ronald Reagan. Nicht selten liegen die Preise für seine Objekte im sechsstelligen Bereich. Im Jahr stellt Wolf etwa 20 Gefäße her. Das Rohmaterial holt er aus den Minen Brasiliens, Indiens und Afrikas. Die Qualität des Gesteins erschließt sich immer erst während der Bearbeitung und die minutiöse Auseinandersetzung mit dem Edelstein ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Arbeit. Die Arbeitsgänge sind diffizil und aufwändig und das Risiko, dass das Material springt, ist hoch. An einer Vase, die so groß ist, dass ein Kind darin stehen könnte, arbeitete er drei Jahre lang und zwar unter Hochdruck. Denn nur eine kleine Unachtsamkeit hätte das Gefäß zerstören können. Die Wände einiger seiner Kunstwerke sind so hauchdünn, dass sie sogar schwimmen können. Helmut Wolf hat mit seinen Objekten bereits drei Weltrekorde erzielt und steht im Guinness-Buch der Rekorde. Außerdem wurde er mit dem Staatspreis von Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Wellness mit SteinenHaben Edelsteine eine heilende Wirkung? Im Alten China, in Ägypten, bei den Griechen und im Römischen Reich glaubte man an Edelsteine als Glücksbringer und Heilmittel. Bis heute ist die Heilkunde von einer positiven Wirkung der Edelsteine auf den menschlichen Organismus überzeugt. Die Lehre besagt, dass sie vor allem über ihre individuelle Schwingungsenergie und die Energie ihrer Farben heilen können. Aber auch der kristalline Aufbau und die enthaltenen Spurenelemente und Mineralien sollen sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken. Auf einer eigens auf den Westdeutschen Mineralientagen eingerichteten „Wellness-Insel“ erfahren die Besucher direkt vom Verein Steinheilkunde e.V. Wissenswertes über die „Heilkraft“ verschiedener Steine und können ihre Wirkung selbst ausprobieren.
Spannende Vorträge
Sa, 10.30 Uhr: Peter Jeckel – Achatfundstellen der Saar/ Nahe Region
Sa, 12 Uhr: Dr. Renate Schumacher – Idar-Oberstein und die Geschichte seiner Achate
Sa, 13 Uhr: Joachim Göbel – Neue Edelsteinwasser und ihre Wirkung
Sa, 14 Uhr: Michael Gienger – Neue Erkenntnisse der Steinheilkunde
Sa, 16 Uhr: Klaus Hüser – die Heilsteine der Hildegard von Bingen
So, 11 Uhr: Peter Jeckel – Achatfundstellen der Saar/ Nahe Region
So, 12.30 Uhr: Dr. Renate Schumacher - Idar-Oberstein und die Geschichte seiner Achate
So, 13.30 Uhr: Michael Gienger – Neue Erkenntnisse der Steinheilkunde
So 15.30 Uhr: Klaus Hüser – die Heilsteine der Hildegard von Bingen
Service des DMF
Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre stehen wieder erfahrene Experten am DMF-Bestimmungsstand mit Rat und Tat bereit, wenn Besucher ihre mitgebrachten oder erworbenen Edel- und Schmucksteine bestimmen lassen möchten. Die fachliche Qualität dieser Service-Leistung und des Messeangebots allgemein stellt der Verband des Deutschen Mineralien- und Fossilien-Fachhandels DMF e. V. mit Sitz in Bonn sicher.
Ein fossiles „Liebespaar“
Auch interessante Exponate aus dem Reich der Fossilien werden auf der Messe präsentiert. Besonders selten ist ein Ausstellungsstück mit dem Titel „Romeo und Julia“: zwei Fische aus der Kreidezeit, die gemeinsam in einer Geode eingeschlossen waren und vom Präparator sorgfältig freigelegt wurden. Es handelt sich hierbei um einen Frauenfisch Brannerion sp. von 61 Zentimetern Länge und einen Kugelzahnfisch Neoproscinetes sp. von 28 Zentimetern Länge. Das etwa 115 Millionen Jahre alte Fossil wurde von den erfahrenen Paläontologen Annesuse Raquet-Schwickert und Michael Schwickert von fossils worldwide aufwändig präpariert. In Dortmund werden die Fische erstmals einer breiten Öffentlichkeit gezeigt.
Ammoniten aus Dortmund
Erstmals sind auf der Messe aktive Mitglieder des Internet-Forums steinkern.de zu Gast und stellen ihre Funde vor. Steinkern.de ist von Fossiliensammlern für Fossiliensammler gemacht, als Informations- und Diskussionsplattform für alles rund um das gemeinsame Hobby - das Sammeln, Präparieren und Präsentieren von Fossilien. Der Themenschwerpunkt liegt bei Jura Ammoniten und ihrer Begleitfauna. So wird Sönke Simonsen ausgewählte Stücke seiner Ostwestfalensammlung zeigen. Andreas Martin beteiligt sich mit Weißjura aus Gräfenberg und Karsten Genzel trägt Fossilien aus Südengland bei. Spektakuläte Funde hat auch Karl Stekiel aus Bochum vorzuweisen. Seine Ammoniten hat er alle im Ruhrgebiet gefunden, viele davon in Dortmund. Sie stammen aus der oberen Kreide, genauer aus dem Turon und sind damit etwa 90 Millionen Jahre alt. Damals lag Dortmund etwa 70 Meter unter dem Meeresspiegel.
Von einigen Sammlern werden selbst gefundene Versteinerungen angeboten. Auch auf den Westdeutschen Mineralientagen dient das Steinkern-Forum dem fachlichen Austausch. Jeder Fossilienfreund kann Bestimmungsfragen stellen, Funde präsentieren, Berichte aus dem redaktionellen Bereich kommentieren und Exkursionspläne erörtern. Dabei ist es gleichgültig, ob jemand Allroundsammler oder Spezialist, Anfänger oder Profi ist.
Auf Fossiliensuche im archäologischen Sandkasten
Während sich die Erwachsenen in aller Ruhe auf der Messe umsehen, können die kleinen Besucher im Sandkasten auf Spurensuche gehen. In den auf der Messe installierten archäologischen Sandkästen verstecken sich echte fossile Haifischzähne und Trommelsteine. Die Funde werden anhand von Bestimmungstafeln und mit Hilfe erfahrener Paläontologen direkt vor Ort identifiziert und können mit nach Hause genommen werden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Goldwaschen und Schaupräparieren
Eine weitere Attraktion für Kinder ist das Goldwaschen. Gefundene Nuggets dürfen behalten werden. Zusätzlich erhält jedes Kind einen echten geschliffenen Amethyst.
Nicht nur für die kleinen Besucher interessant ist das Schaupräparieren. Vor den Augen der Zuschauer gibt der paläontologische Präparator Einblicke in seine Arbeit. Die Besucher haben sogar die Möglichkeit, das Freilegen von Fossilien selbst einmal zu versuchen, während Fachleute mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Öffnungszeiten der Westdeutschen Mineralientage: 10 bis 18 Uhr.
Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 8 Euro. Ab 15 Uhr zahlen Erwachsene nur noch 4 Euro.
Weiterführende Informationen unter http://www.mineralientage-dortmund.de/.
Medien-Information 139 / 2008 - 27.11.2008
honorarfrei - Belegexemplar erbeten

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