Westdeutsche Mineralientage und Antik- und Sammlermarkt: Premiere gelungen
  • Lieblingsthemen: Fossilien Präparieren, Edelsteinbestimmung und Heilsteine
  • Kinder präparierten 250 Fische

Rund 9.000 Besucher kamen am 28. und 29. November 2009 zu den 20. Westdeutschen Mineralientagen und dem Dortmunder Antik- und Sammlermarkt, die zum ersten Mal parallel in der Messe Westfalenhallen Dortmund stattfanden. Beide Messen gab es zu einem Preis. Zwei Tage lang konnten die Besucher ihrer Sammelleidenschaft frönen, interessante Sonderschauen besuchen und die ersten Weihnachtsgeschenke einkaufen. Die ‚Schatzkammer Westfalenhallen’ offerierte ein riesiges Angebot von rund 470 Ausstellern aus den Bereichen Edelsteine, Mineralien, Fossilien, Schmuck und Antiquitäten. Zu den beliebtesten Themen der Westdeutschen Mineralientage gehörten unter anderem das Präparieren von Fossilien, die Edelsteinbestimmung und die Heilsteine.

Auf dem Dortmunder Antik- und Sammlermarkt, den es seit 30 Jahren in der Messe Westfalenhallen Dortmund gibt, fanden die Besucher wertvolle Antiquitäten und Sammlerstücke von rund 250 Ausstellern – von der Reklametafel aus den 50ern bis hin zu Großmutters Sofa aus den 20ern, vom Teppich bis hin zum Lampenschirm, vom Ölgemälde bis hin zum Jugendstil-Objekt. An seltenen Objekten standen die Westdeutschen Mineralientage dem in nichts nach, häufig waren die Sammlerobjekte jedoch um ein Vielfaches älter. Millionen Jahre alte Fossilien und seltene Edelsteine und Mineralien, Schmuck, Sammlerliteratur sowie Werkzeuge und Geräte für Sammler von insgesamt 214 kommerziellen und ideellen Ausstellern aus insgesamt 18 Ländern waren im Angebot.

„Das Konzept mit den beiden Messen halte ich für gut“, so Hans Brabender vom Verband des Deutschen Mineralien- und Fossilien-Fachhandels DMF e. V., fachlicher Berater der Westdeutschen Mineralientage. „Denn wer Antiquitäten sammelt, hat vielleicht auch etwas für Mineralien und Fossilien übrig. Die Premiere jedenfalls hat gut funktioniert. Wir werden in den kommenden Jahren weiter daran arbeiten, neue Zielgruppen für die Messe zu erschließen“, so Brabender.

Neben dem umfassenden kommerziellen Angebot gab es zahlreiche Sonderschauen, Mitmachaktionen und Fachvorträge – ein buntes Programm für die ganze Familie. Eindrucksvolle Kunst- und Designobjekte aus fossilem Material wurden unter anderem innerhalb der Sonderschau „Fossilien – Design am Stein“ präsentiert. „Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz auf meine Kunst“, sagt Hendrik Hackl. „Interessant war vor allem kontrastreiche Reaktion der Besucher: Einige fanden meine Objekte gut, andere wiederum konnten nicht verstehen, wie man aus Fossilien Kunst machen kann“, so Hackl.

Fossilien Praparieren und Edelsteinbestimmung beliebt

Bei anderen Besucheraktionen wurde mit den Füßen abgestimmt. Geradezu überrannt wurde die Aktionsfläche, auf der große und kleine Besucher unter fachlicher Beratung Fossilien präparieren durften: „Wir hatten 250 Fische zum Präparieren mit dabei, aber die Nachfrage war so groß, dass wir nicht ganz hingekommen sind. Im nächsten Jahr müssen wir wohl aufstocken“, so Annesuse Raquet-Schwickert von fossils worlwide, die neben ihrem Messestand gemeinsam mit Michael Schwickert die Sonderschau betreut. Neben dem Präparieren gab es noch Sandkästen, in denen sich die kleinsten Besucher tummelten und nach fossilen Haizähnen und Trommelsteinen suchten.

Auch die Nachfrage bei der kostenlosen Edelsteinbestimmung war riesig. Die Mitarbeiter des DMF hatten fast keine ruhige Minute: „Wir haben etwa 500 Steine getestet, manche Besucher kamen gleich mit mehreren Schmuckstücken“, so Diplom-Mineraloge Bernhard Bruder. „Leider hatten wir bei den mitgebrachten Schmuckstücken auffällig viele synthetische Steine. Die meisten Fälschungen kommen aus der Türkei oder Kambodscha“, fügt Bruder hinzu.

Konzept sorgt für zufriedene Aussteller

Die Sonderschauen und das Messezusatzangebot zogen auch zusätzliche Kunden auf die Westdeutschen Mineralientage, ganz zur Freude der Aussteller:

„Der Verkauf lief in diesem Jahr besser. Das Fossilien-Interesse ist tendenziell steigend. Wir sind zufrieden“, so Raquet-Schwickert. Zu den Kunden von Fossils worldwide zählen Museen genauso wie passionierte Sammler oder Menschen mit Sinn für das Originelle: „Kürzlich haben wir verschiedene fossile Tierzähne an einen Zahnarzt verkauft. Sie stehen jetzt in seiner Praxis in einer Vitrine“, erzählt sie.

„Bei uns waren viele Stammkunden“, berichtet Harald Mühlinghaus von der Firma Opal Imperium. „Die Leute sind qualitätsbewusster geworden. Sie kaufen ausgesuchte Steine, aber dafür geben sie dann auch mal mehr Geld aus. Wir hatten am Samstag bereits den Gesamtumsatz von 2008 erreicht“, freut sich Mühlinghaus.

„Wir haben den Eindruck, dass das Konzept mit den zwei Messen funktioniert, die Leute pendeln hin und her“, stellt Martin van Meggelen von van Meggelen Mineralien fest. „Wir sind mit unserem Umsatz in diesem Jahr zufrieden. Auch die Stimmung ist besser als 2008“, so van Meggelen. Zu seinen Kunden zählten neben den deutschen auch einige niederländische Besucher. Besonders Heilsteine und Taschensteine waren an seinem Stand gefragt.

Eine ähnliche Beobachtung machte auch Shlomo Kedem von Crystal Temple: „Besonders unsere Heilsteine liefen sehr gut und die individuellen Steinschnitzereien. Wir waren erfolgreich.“

Ohnehin findet das Thema „Heilsteine“ eine immer größere Gemeinde. Die Vorträge zur „Kraft der Steine“ und zu „Edelsteinauflagen“ von Klaus Hüser und der Huldersun Akademie waren nahezu ausgebucht.

Bei soviel positivem Feedback von Besucher- wie Ausstellerseite stehen die Zeichen für das kommende Jahr günstig: Die 21. Westdeutschen Mineralientage finden am 27. und 28. November 2010 statt.

Weiterführende Informationen und Fotos unter www.mineralientage-dortmund.de.

Medien-Information 129 / 2009 - 1. Dezember 2009
honorarfrei -Belegexemplar erbeten