Westdeutsche Mineralientage zeigen Entstehungsgeschichte des Reviers
Die Schätze des Ruhrgebiets

Die 21. Westdeutschen Mineralientage Dortmund begeben sich am 27. und 28. November 2010 auf eine spannende Entdeckungsreise zu den Schätzen der Region. Außergewöhnliche Kohleversteinerungen und Mineralienfunde aus dem Ruhrgebiet und weitere interessante Exponate und Vorträge lassen die Entstehungsgeschichte des Reviers lebendig werden. Die Westdeutschen Mineralientage sind aber nicht nur geschichtlich interessant. Sammler schöner Steine und Fossilien sowie Liebhaber außergewöhnlicher Schmuckstücke kommen hier voll auf ihre Kosten.

Auf den Westdeutschen Mineralientagen wird es in diesem Jahr um Zeugnisse der Erdgeschichte des Ruhrgebiets gehen. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) wird gemeinsam mit dem GeoPark Ruhrgebiet e. V., der sich dem aktiven Schutz und Erhalt des geo-wissenschaftlichen und montanhistorischen Erbes des Ruhrgebiets verschrieben hat, mit interessanten Exponaten und Vorträgen über das vielfältige Rohstoffvorkommen im Ruhrgebiet informieren. Dr. Michael Ganzelewski, Leiter der Sammlung im DBM, hat eine Auswahl interessanter Exponate für die Messe getroffen, darunter ist ein seltener „Bernstein“ aus Bergkamen, eine Bleiglanz-Stufe aus der Zeche Auguste Victoria in Marl und Kohleversteinerungen aus dem Ruhrgebiet. Anhand solcher Exponate kann die Entstehungsgeschichte des Ruhrgebiets und der Ursprung für die Entwicklung der Region anschaulich dargestellt werden. Denn die Rohstoffvorkommen im Ruhrgebiet sind vielfältig. Neben der Steinkohle wurden Blei- und Zinkerze zu Tage gefördert und sogar Edelmetalle wie Silber und Kupfer wurden im Ruhrgebiet gefunden.

Aber nicht nur unter Tage birgt die Region wertvolle Schätze. Auch der Rhein fördert wertvolle Mineralien und Fossilien zu Tage. Die Westdeutschen Mineralientage Dortmund präsentieren beeindruckende Achate und versteinertes Holz, darunter etwa 40 Exponate aus der Sammlung von Peter Jeckel. Die Fundstücke stammen aus den Kiesgruben des Rheins von Bonn bis zur niederländischen Grenze, unter anderem aus dem Duisburger Rheintal.
 
Die Westdeutschen Mineralientage nehmen die Besucher mit auf eine spannende Zeitreise durch die Erdgeschichte. Auch das Vortragsprogramm hält interessante Themen für die ganze Familie bereit: von bebilderten Beiträgen zu den geowissenschaftlichen Sammlungen des neuen Ruhr Museums über 3D-Vorführungen zum Steinkohlegebirge bis hin zum Bilderbuchkino für Kinder.

Und neben den informativen und spannenden Sonderschauen hat auch das Ausstellerangebot in diesem Jahr wieder einiges zu bieten: unter anderem die Kollektion der Schmuckdesignerin Conny Kokot, die ihr Hagener Atelier seit 15 Jahren erfolgreich führt. Trotz Krise freut sich die Designerin über stetige Zuwächse. Besonders die Nachfrage nach individuellen Schmuckstücken und außergewöhnlichen Edelsteinen nimmt immer mehr zu. Da spielt der Preis nicht immer die entscheidende Rolle, weiß Conny Kokot: „Vielleicht sind es gerade die unruhigen wirtschaftlichen Zeiten, die die Menschen wieder zu den traditionellen Werten zurückführt.“

Zu ihren Schmuck-Spezialitäten gehören unter anderem Ringe mit Platinerz. Deutschlandweit ist sie die einzige, die mit diesem glitzernden Mineral arbeitet. Besonders eindrucksvoll sind auch ihre Schmuckstücke mit Demantoiden. Der Demantoid ist nicht nur die wertvollste Granatvarietät, sondern einer der wertvollsten Edelsteine überhaupt. Aufgrund ihrer hohen Lichtbrechung verfügen die Demantoide über ein eindrucksvolles Farbspektrum. Ihre Farben variieren von Grasgrün bis Smaragdgrün, und sie besitzen ein natürliches Funkeln, das als noch schöner gilt als das der Diamanten. Auf die Westdeutschen Mineralientage wird Kokot ein umfassendes Angebotsspektrum von geschliffenen Edelsteinen bis hin zu fertigen Schmuckstücken ihrer eigenen Kollektion mitbringen. Da ist für jede Geldbörse etwas dabei.

Insgesamt präsentieren rund 200 Aussteller aus aller Herren Länder seltene Edelsteine aus der ganzen Welt, beeindruckende Mineralien und Fossilien sowie außergewöhnliche Schmuckstücke, zum Beispiel schillernde Opale und Achate sowie Schmuck aus Meteoritengestein.

Aber auf der Messe kann man nicht nur schönen Schmuck kaufen. Experten des Edelstein-Prüfinstitutsstehen stehen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite, um mitgebrachte oder erworbene Edel- und Schmucksteine zu bestimmen. Daneben sind Aktionen wie das Fossilien-Präparieren, das Goldwaschen und das Fossiliengraben für die kleinen Besucher wieder feste Größen im Aktionsprogramm.

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Die Westdeutschen Mineralientage Dortmund finden am 27. und 28. November 2010 in Westfalenhalle 4 der Messe Westfalenhallen Dortmund statt und sind Samstag und Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, geöffnet.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 8 Euro
Nachmittagsticket (ab 14 Uhr): 4 Euro
Familienticket (2 Erwachsene + 2 Kinder):17,50 Euro
Kinder: 4 Euro.

Anreise in Dortmund mit den U-Bahnlinien U45 und
U46 zum Haltepunkt „Westfalenhallen“.

Internet: www.mineralientage-dortmund.de.

Medien-Information 157 / 2010 - 15. November 2010
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