Mit verbrauchs- und emissionsarmen Bussen baut der ÖPNV gerade in Zeiten von Umweltzonen und forcierter Klimaschutzpolitik seinen Umweltvorteil gegenüber dem Pkw aus. Auf der #rail2009 stellen Omnibushersteller wie Solaris und Systemspezialisten wie Vossloh Kiepe ihre neusten Entwicklungen vor.
Neuste Entwicklungen bei den Solaris-Hybridbussen
Mit einem Original-Modell des Urbino18 Hybrid, dem ersten europäischen Bus mit serienmäßiger Hybridtechnologie, setzt das polnische Unternehmen Solaris Bus & Coach einen eindrucksvollen Akzent im Messegeschehen. „Nachdem wir 2008 bereits die zweite Generation auf den Markt gebracht haben, stellen wir auf der #rail2009 die Entwicklungsschritte vor, die wir im kommenden Jahr realisieren“, berichtet Malgorzata Olzewska, stellvertretende Geschäftsführerin des Omnibusherstellers. Der Urbino 18 Hybrid verbraucht dank seiner innovativen Antriebstechnologie bis zu 24 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare, konventionell angetriebene Dieselbusse. Er reduziert zudem die Abgasemissionen um bis zu 78 Prozent. „Damit leistet der Urbino 18 Hybrid einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und wird angesichts weiterhin steigender Kraftstoffpreise auch wirtschaftlich ein absoluter Gewinner sein“, unterstreicht Malgorzata Olzewska.
Premiere für den weltlängsten Brennstoffzellenbus
Während die Hybridbusse von Solaris bereits in Bochum, Dresden, Leipzig oder im schweizerischen Lenzburg im täglichen Linienverkehr fahren, ist der Phileas-Bus noch eine absolute Weltneuheit. Der Gelenkbus, der Wasserstoff-Brennstoffzellen als Energieträger nutzt, wird der Fachöffentlichkeit erstmals auf der #rail2009 präsentiert. Mit 18 Metern ist das Modell derzeit der längste Brennstoffzellenbus der Welt. Gebaut wird der Prototyp im Rahmen eines deutsch-niederländischen Gemeinschaftsprojekts, unterstützt durch eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und der niederländischen Regierung. Unternehmen der nordrhein-westfälischen Verkehrsbranche sind daran maßgeblich beteiligt. So entwickelt die Vossloh Kiepe GmbH das Energiemanagement und den Antriebsstrang, die Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG ist für den Energiespeicher auf Basis von Nickel-Metall-Hydrid-Batterien zuständig. Das Institut für Automatisierungstechnik an der FH Köln und das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe an der RWTH Aachen werden die Energiespeicherung konzipieren sowie den Antriebsstrang auslegen und simulieren. Die Busplattform stammt vom niederländischen Hersteller APTS bv, die Brennstoffzelle von der NedStack Fuel Cell Technology bv.
Renaissance der Trolley-Busse
Im Zuge des Engagements für Klima- und Umweltschutz erleben die abgasfreien Trolley- bzw. Oberleitungsbusse derzeit eine weltweite Renaissance. Neuste Modelle und Innovationen stellen die Omnibushersteller ebenfalls auf der #rail2009 vor. Dazu gehört auch die viel versprechende Trolley-Hybridtechnik, die im Stadtbus-Verkehr der italienischen Metropole Mailand bereits erfolgreich genutzt wird.
