- Europa Mobil – Montag, 09.11.2009
- Markt & Wettbewerb – Dienstag, 10.11.2009
- Innovation & Zukunft – Mittwoch, 11.11.2009
Das komplette Kongressprogramm zum Download.
11.00 – 12.30 UhrDie Europa Bahn AG – bringt die Liberalisierung das Ende der Staatsbahnen?
Moderation: Jörg Schönenborn, (Chefredakteur WDR)
Mit der EU-weiten Marktöffnung für den grenzüberschreitenden Personenverkehr auf der Schiene können sich ab Anfang 2010 alle Eisenbahnunternehmen an nationalen Ausschreibungen beteiligen. Die zunehmende Internationalisierung stellt vor allem die einstigen Staatsbahnen vor große Herausforderungen – zumal die Wachstumspotenziale auf den Binnenmärkten in absehbarer Zeit ausgeschöpft sein werden. Im internationalen Eröffnungsforum erörtern führende Bahnchefs, Spitzenvertreter aus der Bahnindustrie, von EU und Verbänden Marktstrategien und Perspektiven für den europäischen Wettbewerb.
Johann Friedrich Colsman, Mitglied des Kabinetts des Vizepräsidenten und EU-Verkehrskommissars Antonio Tajani
Dr. Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche Bahn AG
Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Dr. Johannes Ludewig, Generaldirektor Gemeinschaft der europäischen Bahnen und Infrastrukturgesellschaften (CER)
Wladimir Jakunin, Präsident Russische Staatsbahn (RZD)
14.00 – 15.00 Uhr
Europäische Metropolen im Wettbewerb – Mobilität als entscheidender Standortfaktor
Moderation: Martin von Mauschwitz (Moderator WDR Fernsehen)
Ob Istanbul, Amsterdam oder das Ruhrgebiet: Im Wettbewerb um Einwohner, Investoren oder auch Touristen haben die europäischen Metropolregionen die entscheidende Bedeutung des Standortfaktors Mobilität längst erkannt. Doch vielerorts ist die Verkehrsinfrastruktur überlastet. Staus prägen das Bild in verdichteten Städten und Ballungsräumen, die zu Metropolen des Stillstands zu werden drohen. Das Forum stellt effektive Konzepte für integrierte Verkehrslösungen in den Blickpunkt und lotet die Perspektiven des öffentlichen Nahverkehrs als Leistungsträger moderner urbaner Mobilität aus.
Hanns-Ludwig Brauser, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung metropoleruhr
Gido ten Dolle, Leiter Randstad-Vertretung Brüssel
Jürgen Fenske, Präsident Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
Dr. Jörg Schneppendahl, CEO Siemens Mobility Complete Transportation
Anton Valk, CEO NedRailways
16.00 – 17.00 Uhr
Die Seehäfen mit Potenzial – Wird das Binnenland zum Nadelöhr?
Moderation: Lutz Lauenroth (Stellvertretender Chefredakteur DVZ)
Als bedeutende Schnittstellen des internationalen Güterverkehrs haben die deutschen Seehäfen in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum erlebt. Durch den weltweiten Einbruch von Konjunktur und Warenumschlag ist diese Entwicklung gestoppt – doch nur vorübergehend. Langfristig müssen sich die Häfen auf weiteres Wachstum einstellen und ihre Ausbaupläne weiter vorantreiben. Im Forum formulieren Hafenbetreiber, Logistiker und Bahnunternehmer ihre Anforderungen an die Politik.
Schließlich dürfen vorhandene Kapazitätsengpässe den Aufschwung nach der Krise nicht behindern.
Rüdiger Beckmann, Vertriebsleiter JadeWeserPort Logistics Zone GmbH
Alan J. Gibson, Managing Director ERS Railways
Emile Hoogsteden, Direktor Container, Massenstückgut und Logistik Port of Rotterdam
Dr. Sebastian Jürgens, Vorstand Geschäftsbereich Intermodal Hamburger Hafen und Logistik AG
Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik DB Mobility Logistics AG
Erich Staake, Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen AG
Markt & Wettbewerb – Dienstag, 10.11.2009
11.00 – 12.00 Uhr
Wettbewerb im SPNV – Bleiben Service und Qualität auf der Strecke?
Moderation: Steffi Neu (WDR)
Der Wettbewerb im Nahverkehr auf der Schiene gewinnt an Fahrt. Immer mehr Netze werden bundesweit ausgeschrieben, der Marktanteil privater Betreiber steigt.
Allerdings werden die Bedingungen für den unternehmerischen Wettbewerb derzeit wieder schwieriger. Die Teilnehmer auf dem Podium diskutieren, wie sich die Rahmenbedingungen im überwiegend kostenfixierten Wettbewerb auf die Aktivitäten und die wirtschaftliche Betrachtung der Verkehrsbetriebe auswirken. Dazu gehört auch die Frage, inwieweit die für den Fahrgast maßgeblichen Faktoren Qualität und Service realisierbar sind.
Wolfgang Dirksen, Geschäftsführer BeNex GmbH
Frank Sennhenn, Vorstandvorsitzender DB Regio AG
Hans Leister, Geschäftsführer Keolis Deutschland GmbH & Co. KG
Shaun M. Mills, Vorsitzender der Geschäftsführung Abellio GmbH
Dr. Axel Sondermann, Geschäftsführer Veolia Verkehr GmbH
14.00 – 15.00 Uhr
Stationen, Netze, Energie – Werden Fixkosten zur Falle?
Moderation: Tom Hegermann (WDR)
Während die öffentlichen Mittel für den Nahverkehr sinken, erhöhen sich die Fixkosten der Aufgabenträger. Kostentreiber sind vor allem die langfristig steigenden Energiepreise, aber auch verteuerte Trassenund Stationspreise stellen Mehrbelastungen in Millionenhöhe dar. Die Aufgabenträger stehen unter wachsendem Kostendruck und müssen diesen weitergeben: an die Betreiber und auch an die Fahrgäste. Wie eine marktgerechte und praxisorientierte Ausschreibungspolitik aussehen kann, die die Erfolge der Bahnreform und des Qualitätswettbewerbs sichert, wird im Forum diskutiert.
Stefan Garber, Vorstand Deutsche Bahn AG
Dr. Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin Bundesnetzagentur
Martin Husmann, Vorstand Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR
Klaus Rüdiger Malter, Geschäftsführer Nahverkehrsservice Sachsen Anhalt GmbH
Winfried Stork, Verbandsvorsteher Nahverkehr Westfalen-Lippe
Bernhard Wewers, Präsident Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV
16.00 – 17.00 Uhr
Ob Konkurrenz oder Kooperation – Gewinner muss der Fahrgast sein!
Moderation: Jürgen Mayer (WDR)
Rund 370 öffentliche und 6.000 private Unternehmen sind in Deutschland im Stadtverkehr aktiv. Sie müssen unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen, wachsendem Konkurrenzdruck und steigenden Anforderungen der Fahrgäste ein nachfragegerechtes Angebot erbringen. Vor diesem Hintergrund beleuchtet das Forum die künftige Entwicklung der ÖPNV-Märkte. Die Folgen der nach EU-Verordnung weiterhin möglichen Inhouse-Vergaben werden dabei ebenso thematisiert wie bewährte Geschäftsund Finanzierungsmodelle und die Spielräume für unternehmerische Innovationen im Stadtverkehr der Zukunft.
Folkert Kiepe, Beigeordneter Deutscher Städtetag
Herbert König, Vorsitzender der Geschäftsführung Münchner Verkehrsgesellschaft mbH
Walter Reinarz, Vorstand Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Hermann Graf von der Schulenburg, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Stadtverkehr GmbH
Dr. Klaus Vorgang, Vorstand Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR
Innovation & Zukunft – Mittwoch, 11.11.2009
11.00 – 12.00 Uhr
Von wegen Stille Nacht – wer schaltet den Bahnlärm ab?
Moderation: Jens Olesen (WDR)
Anwohner von Schienenstrecken können ein Lied davon singen, wie schier unendliche Gütertransporte ihnen Nacht für Nacht den Schlaf rauben. Umso stärker verschaffen sich zahlreiche Bürgerinitiativen bundesweit immer mehr Gehör mit ihren Forderungen an Politik und Wirtschaft: Innovative Lösungen müssen her, die Lärm reduzieren und vermeiden. Im Dialog zwischen Bürgerinitiativen, Wissenschaftlern, Politikern und Experten der Bahnindustrie geht es um die Suche nach Konzepten, mit denen sich ein effektiver Lärmschutz wirtschaftlich und so schnell wie möglich realisieren lässt.
Gert Bork, Sprecher Bürgerinitiative „Betuwe-Linie – so nicht“
Joachim Kettner, Leiter DB Umweltzentrum Deutsche Bahn AG
Dr. Jens Klocksin, Referatsleiter Umweltschutz im Eisenbahnbereich, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Günter Kozlowski, Staatssekretär Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Prof. Kay Mitusch, Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung Universität Karlsruhe
Dr. Dominik Suter, CEO Josef Meyer Transport Technology AG
Sibylla Windelberg, 1. Vorsitzende Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.
14.00 – 15.00 Uhr
Schiene, Straße, Wasser – wohin mit dem knappen Geld für unsere Infrastruktur?
Moderation: Eberhard Krummheuer (Handelsblatt)
Eine leistungsfähige Infrastruktur ist eine wesentliche Grundlage für wirtschaftliches Wachstum. Investitionen in Straßen, Wasser- und Schienenwege zählen deshalb zu den zentralen Maßnahmen in den aktuellen Konjunkturprogrammen der Bundesregierung. Diese Beihilfen wecken allerdings erhebliche Begehrlichkeiten nach Investitionen bei allen Verkehrsträgern. Nicht nur die Schienenverbände haben sich längst für einen harten Verteilungskampf positioniert. Im Streitgespräch auf dem Podium beziffern und begründen die Vertreter der verschiedenen Verkehrsträger ihre finanziellen Ansprüche.
Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, Institutsleiter Logistik, Verkehr und Umwelt Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
Dirk Flege, Geschäftsführer Allianz Pro Schiene e.V.
Jens Hohls, Präsidiumsmitglied Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V.
Wolfgang Rose, Vorsitzender Auto Club Europa e.V.
Torsten Schein, Leiter Infrastrukturplanung/-projekte DB Netz AG
Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag, Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR)
Oliver Wolff, Abteilungsleiter Grundsatzfragen Mobilität, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
16.00 – 17.00 Uhr
Konzepte von gestern, Konzepte der Zukunft – die Renaissance von O-Bus und Straßenbahn?
Moderation: Judith Schulte-Loh (WDR, arte)
Bus und Bahn machen die Menschen in den Städten mobil. Bei der Frage nach den besten Konzepten und den geeigneten Verkehrsmitteln für einen nachhaltigen, bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Stadtverkehr gehen die Meinungen auseinander.
Sind U-Bahn-Projekte noch zeitgemäß, können Straßenbahnen Verkehrsprobleme lösen oder nehmen Busse dank umweltfreundlicher Antriebstechniken die Pole Position ein? Die Teilnehmer des Forums nehmen die Verkehrssituation in deutschen Städten unter die Lupe, diskutieren Fahrzeugkonzepte und entwerfen Szenarien für die urbane Mobilität von morgen.
Dr. Ansgar Brockmeyer, Head of Public Transit Siemens Mobility
Peter Hofmann, Mitglied des Vorstandes Finanzen und Controlling, Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB)
Krzysztof Olszewski, Aufsichtsratsvorsitzender Solaris Bus & Coach
Ullrich Sierau, Oberbürgermeister Stadt Dortmund
Prof. Dr. Hermann Zemlin, Universität Karlsruhe
