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FAIR TRADE & FRIENDS 2013 eröffnet



Dass es im Ruhrgebiet eine Currywurst gibt, die man besonders guten Gewissens essen kann, davon konnte sich Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, am heutigen Freitag in der Messe Westfalenhallen Dortmund überzeugen. Die Ministerin eröffnete die Messe FAIR TRADE & FRIENDS 2013, die noch bis Sonntag in die Westfalenhallen 2, 2N und 3A lockt. Mit 137 Ausstellern ist es Deutschlands größte Messe für den Fairen Handel. "Neuer Messeschwerpunkt sind in diesem Jahr die Themenbereiche rund um den Gemeinschaftlichen Konsum und Recycling bzw. Upcycling", so Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH. Auf dem Eröffnungsrundgang der FAIR TRADE & FRIENDS besuchte sie mit Frau Dr. Schwall-Düren sowohl die Aussteller vom diesjährigen Gastkontinent Asien als auch den Stand der Stadt Dortmund sowie den Aussteller "benbergs benys" und seine "Curry Kitchen". Dessen Currywurst enthält Bio-Fleisch und Curry aus Fairem Handel.

Ministerin Schwall-Düren: „Der Faire Handel hat sich mittlerweile vom Nischenmarkt zu einem ernsthaften und ständig wachsenden Marktsegment gewandelt. 2005 lag der Umsatz mit Fair-Trade-Produkten in Deutschland noch bei 72 Millionen Euro. 2012 waren es schon 533 Millionen Euro. Fairer Handel zeigt: verantwortungsvolles und nachhaltiges Konsum- und Wirtschaftsverhalten ist möglich.“ Gerd Deihle, Vorsitzender des Eine Welt Netzes NRW, ideeller Träger der FAIR TRADE & FRIENDS, ergänzt: "Neben den notwendigen Korrekturen auf der großen Bühne der Weltwirtschaft, sind es gerade auch die vielen kleinen Schritte eines anderen Wirtschaftens, die einen wichtigen Beitrag leisten für eine Kurskorrektur hin zu einem nachhaltigen Wirtschaften."

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau erinnerte bei der Eröffnung der FAIR TRADE & FRIENDS an die bisherige Erfolgsgeschichte des Fairen Handels in Dortmund: "Wir sind im Jahr 2009 als erste Fairtrade-Stadt im Ruhrgebiet ausgezeichnet worden. Wichtig ist uns aber auch, den Gedanken des Fairen Handels auch in der gesamten Region zu verankern. Gemeinsam mit Akteuren aus dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr möchten wir das Ruhrgebiet zur ersten Fairtrade-Region Deutschlands mit über fünf Mio Einwohner/innen machen. Wir sind da derzeit auf einem sehr guten Weg."

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, machte sich im Eröffnungs-Talk auf der Bühne der FAIR TRADE & FRIENDS dafür stark, dem Verbraucher die Entscheidung für faire Produkte möglichst leicht zu machen: "Aus Verbrauchersicht sind ein einheitliches Logo und eine gesetzliche Definition des Fair-Begriffes wünschenswert."

Rudolf Helgers, Vorstandsmitglied von REWE Dortmund, weiß, dass es letztlich darum gehen muss, fair gehandelten Produkten den Massenmarkt zu erschließen, wenn die bisherige Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden soll: "Nur über den konventionellen Handel und Supermärkte wie REWE", erklärte er heute auf der Messe, "erhält Fair Trade die notwendige Verbreitung und kommt aus der Nische heraus."

Einig waren sich alle Eröffnungsredner, dass die FAIR TRADE & FRIENDS einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Fairen Handels leistet. Weitere Informationen zur Messe: www.fair2013.de