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HAUS & ENERGIE auf dem DORTMUNDER HERBST 2013


Muss immer gleich Kunststoff auf die Wand?


Ein hochkarätiges Forumsprogramm begleitet die diesjährige HAUS & ENERGIE. Einen innovativen Ansatz verfolgt der Beitrag von Björn Schreiter, Vorstandsmitglied des Bund Deutscher Architekten (BDA) Dortmund Hamm Unna. Er widmet sich dem Thema „Kreative Energie – Jenseits der Plastikhaut. Wie wir Energie sparen und unsere wertvollen Fassaden erhalten können“.

In seinem Vortrag nimmt Schreiter Bezug auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung, die eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent vorsehen. „Insbesondere dem Bestand kommt hierbei eine große Bedeutung zu. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl öffentlicher und privater Gebäude energetisch saniert – in den meisten Fällen führte dies zu einem ‚Verpacken‘ wertvoller Gebäudesubstanz mit Dämmmaterialien. Dies ist aber nicht die einzige Lösung“, erklärt Schreiter.

Bei der diesjährigen HAUS & ENERGIE wird eine Zusammenfassung der diesjährigen neuen Vortragsreihe „Kreative Energie“ des BDA Dortmund Hamm Unna und seines Partners Wilo vorgestellt. Dabei geht es auch darum, die Ergebnisse der vorangegangenen Veranstaltungen zu präsentieren und aufzubereiten. Inhaltlich befasst sich der Vortrag mit der Frage, ob es eine Alternative zur Dämmung mit Kunststoffplatten gibt. „Es geht hier nicht um ästhetische Gesichtspunkte allein. Die Frage nach der Entsorgung dieser chemischen Dämmstoffe wird den künftigen Generationen überlassen. Dass es zahlreiche kreative Alternativen zum ‚Dämmwahn‘ gibt, zeigen wir bei der HAUS & ENERGIE“, verspricht Schreiter. „Denn die eigentliche Frage ist doch, wie wir im Neubau und der Sanierung intelligenter mit Gebäuden umgehen und trotzdem Energie einsparen können – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.“ Beim Neubau hieße das, die Energie bereits nachhaltig zu erzeugen und im Gebäude zu halten. „Hierbei geht es nicht darum, ob überhaupt gedämmt werden muss, denn hierauf kann die Antwort nur lauten, ja. Gedanken sollten wir uns darüber machen, welche Materialien zum Einsatz kommen“, klärt Schreiter auf.

Denn es gibt etliche Alternativen zu Kunststoffdämmplatten: Steinwände mit einer gewissen Dicke halten die Wärme ebenfalls in den Räumlichkeiten, genauso wie die Naturmaterialien Holz und Lehm. „Bei Altbauten ist eine Dämmung mittels eines Wärmedämmverbundsystems häufig nicht möglich, wenn die Fassade erhalten bleiben sollte. Eine Innendämmung ist gleichermaßen effizient wie die Summe der Maßnahmen aus Modernisierungen an Fenstern, Dach, Kellerdecken oder über die Regelung und Steuerung der Haustechnik“, sagt Schreiter. Mit solchen Alternativen überlasse man den nachfolgenden Generationen auch keinen Müllberg, von dem man heute nicht wisse, wie er in 50 Jahren beseitigt werden könne, so Schreiter weiter.

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2012 findet die Messe HAUS & ENERGIE auch dieses Jahr wieder im Rahmen des DORTMUNDER HERBST vom 2. bis 6. Oktober 2013 in der Messe Westfalenhallen Dortmund statt. Die Messe richtet sich an Haus- und Wohnungsbesitzer, Bauherren und Modernisierer. Auf die Besucher warten zahlreiche Informationsstände und interessante Vorträge über Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Hausbau, Ausbau und Modernisierung, Erneuerbare Energien sowie Finanzierung und Fördermittel.