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Fotovoltaikanlage von 2009.
Die Fotovoltaikanlage auf den Hallendächern. ©Westfallenhallen Dortmund GmbH.

Umweltfreundliche Technik

Die Westfalenhallen Dortmund betreiben das größte dachgestützte solare Kraftwerk in NRW und nördlich der Mainlinie. Die Hallen 3B, 6, 7 und 8  sind  mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Drei gehören dem Contracting-Partner DEW21, eine gehört  den Westfalenhallen selbst, genauso wie außerdem die Fotovoltaikanlage auf dem benachbarten Eissportzentrum Westfalen. Die Gesamtanlage liefert rund 1,5 Megawattstunden Solarstrom im Jahr, was rein rechnerisch ausreicht, um zirka 450 Drei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Das entspricht etwa einem Fünftel des durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauchs der Westfalenhallen Dortmund GmbH. 

EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, hat die Westfalenhallen schon Ende 2005 mit dem Europäischen Solarpreis in der Kategorie „Eigentümer oder Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen“ ausgezeichnet.  

Dachanlage Halle 3B.
Dachanlage Halle 3B. ©Westfallenhallen Dortmund GmbH

Umgang mit Energie

Die Westfalenhallen haben im Laufe der vergangenen Jahre insgesamt drei umweltfreundliche Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Die modernen Lüftungsanlagen erlauben außerdem Wärmerückgewinnung. Ein besonders pfiffiges Sparmodell kommt ebenfalls im Rahmen der Hallenbelüftung zum Einsatz. Bei Veranstaltungen mit Publikumsverkehr ist eine Belüftung grundsätzlich vorgeschrieben. Die Lüftungsanlage der Westfalenhallen pustet daher regelmäßig frische Luft von außen nach innen. Die Folge: erhöhter Heizbedarf. Denn die Luft von draußen ist in der Regel kälter als die Hallenluft. Sie muss also zusätzlich erwärmt werden. Somit gilt auch: je weniger kalte Außenluft, desto weniger Heizbedarf.

 In den Westfalenhallen sind so genannte CO2-Fühler in die Abluft eingebaut. Sie messen den CO2-Abluftgehalt der Halle, der Aufschluss darüber gibt, wie „verbraucht“ die Luft im Innenraum ist. So kann dann der genaue Bedarf an Frischluft berechnet werden. Mehr als nötig wird nicht eingeleitet. Auch im Hinblick auf die Heiztechnik sind die Westfalenhallen gut gerüstet. Die Heizungsanlage auf dem gesamten Gelände bringt es auf 15 Megawatt Wärmeleistung. Das entspricht dem Bedarf von rund 1.000 Einfamilienhäusern. Diese Größenordnung macht deutlich, wie wichtig eine effektive Steuerung der Anlage ist. Das Hirn der entsprechenden Fernsteuerung sitzt im Keller der Halle 1. Rund 40 Wärmezähler auf dem riesigen Gelände liefern Daten hierher. Sämtliche Säle und Westfalenhallen werden auf diese Weise überwacht, sodass Energie bedarfsgenau eingesetzt wird.

Bereits 2008 wurde die bisherige Heizungsanlage gegen eine neue ausgetauscht. Ergebnis: Etwa 2.000 Megawatt-Stunden Wärmeenergie werden seitdem jährlich eingespart. Das entspricht 100 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der schonende Umgang mit Energie durch die Westfalenhallen zeigt sich aber auch in vermeintlichen Kleinigkeiten. So vermeiden beispielsweise Bewegungsmelder überflüssigem Stromverbrauch, indem sie Licht nur dann einschalten, wenn es auch wirklich gebraucht wird. LED-Leuchtmittel in Sälen und Hallen helfen ebenfalls, tagtäglich Strom zu sparen. Arbeitsrichtlinien halten auch die Mitarbeiter zur Vermeidung von Energieverschwendung an.

Umweltbewusstes Handeln

Die Westfalenhallen Dortmund arbeiten unter der Überschrift  „Green IT“ mit so genannten virtuellen Servern. Diese Software-Lösungen können Server-Hardware, also „echte“ Computer, ersetzen. Dadurch werden Energiekosten für Strom und Kühlung sowie Betriebskosten reduziert. In den Büros der Westfalenhallen Dortmund GmbH kommen darüber hinaus umweltfreundliche Drucker und Kopierer zum Einsatz.Außerdem stellen die Westfalenhallen Dortmund GmbH  einen Umweltbeauftragten und hat eine aktive Beteiligung im Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz, kurz KEK, der Stadt Dortmund.

Auf dem Gelände der Westfalenhalle sind über 400 Bäume gepflanzt die regelmäßig gepflegt werden. Selbstverständlich gibt es darüberhinaus überall eine Müllverwertung gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Auch die Reinigung bei der KHC Westfalenhallen GmbH ist umweltfreundlich: durch die Zusammenarbeit mit Ecolab findet eine Reduzierung der verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel auf ein Minimum statt.

Alternative Energiegewinnung.
Präsentation von alternativer Energiegewinnung. ©Westfallenhallen Dortmund GmbH.

Thematische Messen und "grüne" Anreise
Auf der ELEKTROTECHNIK – Die führende Fachmesse für Elektrotechnik und Industrie-Elektronik setzen Unternehmen und Aussteller auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.  Energieeffizienz, erneuerbare Energien und E-Mobilität sind zentrale Themen. Umweltschonende Gebäudeisolierung und Haustechnik werden auf der Baumesse NRW und der Messe HAUS & ENERGIE im Rahmen des Dortmunder Herbstes behandelt. Aktuelle gesellschaftliche Themen werden von der Messe CREATIVA aufgegriffen: Nachhaltigkeit und globale Verantwortung.

Die Anreise zu den Westfalenhallen kann neben dem Auto auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Es besteht eine gute Anbindung an die Deutsche Bahn sowie an den VRR. In direkter Nähe befinden sich neben U-Bahnstationen auch eine DB-Station (Dortmund - Signal Iduna Park) sowie eine Metropolrad Ruhr Station und RWE Aufladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Westfalenhallen bieten VRR-Kombitickets für Endverbrauchermessen und -veranstaltungen an.